NOTIZEN vom 2. Juli

DAK in Fusionsgesprächen

Die Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit haben Verhandlungen über einen Zusammenschluss aufgenommen. Mit mehr als sieben Mio. Versicherten entstünde die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland. Ziel der Gespräche sei die Fusion zum 1. Oktober, bestätigte ein DAK-Sprecher. Der neue Name soll DAK Gesundheit lauten. Die DAK mit mehr als sechs Millionen Versicherten hat ihren Sitz in Hamburg. Die BKK Gesundheit mit knapp 1,5 Mio. Versicherten sitzt in Frankfurt. Sie ist aus der Fusion von Taunus BKK, BKK Gesundheit und BKK Fahr hervorgegangen.

Reform greifbar nah

Die umfassendste Finanzreform in den USA seit der Großen Depression vor 80 Jahren ist in greifbare Nähe gerückt. Mit der Zustimmung des Repräsentantenhauses nahm das Gesetz die vorletzte parlamentarische Hürde. Das abschließende Votum des Senats wird erst Mitte Juli erwartet. Das Gesetzespaket sieht schärfere Regeln für Banken, mehr Macht für Kontrolleure und einen besseren Verbraucherschutz durch eine neue Behörde unter dem Dach der US-Notenbank vor.

Genossen machen Front

Die Volks- und Raiffeisenbanken stemmen sich weiter gegen die geplante Bankenabgabe in Deutschland. 'Wir haben die Finanzkrise eben nicht verursacht', sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich. Die Genossenschaftsbanken hätten auch keine Staatshilfen in Anspruch nehmen müssen. Die Pläne für die Abgabe seien daher weder sachgerecht noch ausbalanciert.

10 000 Stellen abgebaut Die deutschen Banken haben 2009 rund 12 000 Arbeitsplätze abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten sank damit erneut um 1,8 Prozent auf 663 000, wie der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes mitteilte.

Gefährlicher Geiz

Viele Mittelständler schlagen auf der Suche nach einem Käufer ihrer Firma einen gefährlichen Sparkurs ein und schmälern damit ihre Verkaufschancen. Die Alteigentümer fahren in der Regel ein Jahr vor dem angepeilten Übernahmezeitpunkt ihre Investitionen zurück. Das zeigt eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung aus Bonn und der Förderbank KfW.

Lebensmittel bei Amazon

Der Online-Einzelhändler Amazon verkauft in Deutschland jetzt auch Lebensmittel. Seit gestern stehen auf der Handelsplattform insgesamt 35 000 Produkte von Gemüse, Fleisch und Fisch bis zu Backwaren.
© Südwest Presse 02.07.2010 07:45
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