Arbeitgeber helfen bei der Kinderbetreuung

Die Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sollen künftig bei Engpässen in der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen rasche Hilfe bekommen. Dazu wollen die Arbeitgeber eine flächendeckende Vermittlung einrichten: Von September an sollen Vermittler täglich für die Zeit zwischen 5 Uhr und 22 Uhr Betreuungsmöglichkeiten ausfindig machen.

'Eine bessere Balance von Beruf und Familie spielt im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte eine zunehmend wichtige Rolle', sagte gestern der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Bayme und vbm, Bertram Brossardt. Vor allem Frauen hätten oft familiäre Verpflichtungen. Sie sollen dabei unterstützt werden, dass sie ihren Job weiter ausüben und Karrierechancen wahrnehmen können, sagte Brossardt. Nur so könnten die Auswirkungen des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels abgefangen werden.

Für das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt 'Plattform Betreuung' stellen die Arbeitgeberverbände insgesamt 1,3 Mio. EUR zur Verfügung. Es richtet sich an rund 570 000 Mitarbeiter im Freistaat. An sechs Standorten sollen dabei Büros mit entsprechendem Personal finanziert werden. Langfristig soll aus dem Projekt ein Geschäftsmodell werden, das sich selbst trägt. Die Finanzierung soll dann von den Unternehmen kommen. dpa
© Südwest Presse 28.05.2010 07:45
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