Mehr als 1300 fair gehandelte Produkte

Das der Entwicklungshilfe verpflichtete Handelsunternehmen Gepa (Wuppertal) ist im Geschäftsjahr 2009/10 gewachsen. Der Umsatz auf Großhandelsebene stieg um 1,5 Prozent auf 54 Mio. EUR. 'In Zeiten von vielfältigen Finanzkrisen und immer mehr Anbietern von Produkten mit mehr oder minder sozialem Hintergrund hat sich der Faire Handel der Gepa gut behauptet', sagte Geschäftsführer Thomas Speck. Mehr als 70 Prozent der Produkte stammten aus Bio-Anbau. Das Unternehmen war 1975 von den beiden großen Kirchen gegründet worden, um zu fairen Bedingungen hergestellte Waren aus der Dritten Welt zu vertreiben.

Unter den mehr als 1300 verschiedenen Produkten liegt Kaffee nach wie vor weit vorn: Trotz des umkämpften Markts im Handel legte der Kaffee-Umsatz um 4 Prozent auf 24 Mio. EUR zu. Inzwischen wird sogar bei den Länderspielen der Fußballnationalmannschaft in den Stadien fairer Kaffee ausgeschenkt.

Lebensmittel und Handwerksartikel blieben mit 27 Mio. EUR sowie mit 2,8 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Sortiment gehören unter anderem Reis, Tee, Nüsse, Schokolade, Saft, Gewürzsoßen Keramik, Körbe, Fußbälle, Textilien und Schmuck. Beim Vertrieb der Produkte aus 40 Ländern des Südens haben die wichtigste Rolle die etwa 800 Weltläden sowie rund 6000 private Aktionsgruppen gespielt: Hier wurden 23 Mio. EUR erlöst. dpa
© Südwest Presse 15.05.2010 07:45
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