VERBRAUCHERTIPP: Legale Helfer aus Osteuropa

Wer eine Haushaltshilfe aus Osteuropa offiziell Vollzeit beschäftigen will, muss sich an seine örtliche Agentur für Arbeit wenden. Die Vermittlung von Kräften aus Polen, Tschechien, Ungarn, Bulgarien oder Rumänien läuft dann über die ZAV und ist kostenfrei. Eine ausländische Kraft kann bis zu drei Jahre legal angestellt werden. Vorher wird immer erst noch geprüft, ob es deutsche Bewerber für die Stelle gäbe. Das dauert in der Regel sieben Wochen. Etwas schneller kann es gehen, wenn Pflegebedürftige und ihre Angehörigen selbst eine Hilfe finden und diese anmelden.

Wer eine bisher illegale Hilfe offiziell anmelden will, kann sich ebenfalls an die Arbeitsagentur wenden, ohne unangenehme Nachfragen befürchten zu müssen. Details zur Vermittlung und zu den Kosten bieten die örtlichen Arbeitsagenturen sowie die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) Bonn, per Telefon: 0228-7131414 beziehungsweise per E-Mail: zav.bonn.Haushaltshilfen@arbeitsagentur.de. Infos gibt es auch im Internet unter www.arbeitsagentur.de (auf der Startseite 'Bürgerinnen & Bürger' - 'Arbeit und Beruf' - 'Haushaltshilfen'). Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gibt in der Broschüre 'Hilfe rund um die Uhr' zum Engagieren ausländischer Hilfs- und Pflegekräfte und wann sich Vermittlungsagenturen aus dem Ausland am Rande der Legalität bewegen. apn
© Südwest Presse 17.04.2010 07:45
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