Neues Auto-Bündnis

Daimler, Renault und Nissan kooperieren
Das strategische Bündnis von Daimler mit Renault und Nissan ist so gut wie perfekt. Der Verwaltungsrat von Renault kam gestern zu einer Sondersitzung zusammen, um die zukünftige Kooperation zu beschließen. Das bestätigte der französische Industrieminister Christian Estrosi in Paris. Mit einer offiziellen Ankündigung der Zusammenarbeit durch die Unternehmen wurde spätestens am heutigen Mittwoch gerechnet.

Der französische Staat hält rund 15 Prozent an Renault. Der französische Autobauer ist wiederum mit 44 Prozent an dem japanischen Autobauer Nissan beteiligt. Beide Unternehmen bilden seit 1999 eine enge Allianz. Nach Angaben aus Konzernkreisen vereinbaren Daimler und Renault-Nissan eine weitreichende Partnerschaft und eine gegenseitige Kapitalbeteiligung von 3 Prozent.

Die Zusammenarbeit könnte sich auf den Austausch von Fahrzeugkomponenten und auf eine gemeinsame Produktionsplattform für Renault-Modelle und die Nachfolger der Daimler A- und B-Klasse und den Smart beziehen.

Außerdem könnte es eine engere Kooperation bei Nutzfahrzeugen und abgasarmen Antriebstechnologien geben. Nissan soll zudem für seine großen Modelle Daimler-Motoren nutzen können. Nach Presseberichten wollen beide Hersteller den Nachfolger des Daimler-Modells Smart und des Renault Twingo zusammen bauen.

Renault und Daimler waren 2009 tief in die roten Zahlen gerutscht und könnten mit einer Zusammenarbeit Kosten einsparen. Daimler hatte 2009 einen Nettoverlust von 2,6 Mrd. EUR angehäuft, Renault sogar 3,1 Mrd. EUR. apn
© Südwest Presse 07.04.2010 07:45
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