Ratiopharm will in Deutschland wachsen

Der Ulmer Arzneimittelhersteller Ratiopharm hat das vergangene Jahr besser abgeschnitten als erwartet - und das trotz des hohen Kostendrucks, den die Krankenkassen durch ihre Rabattveträge aufbauen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg auf 307 Mio. EUR und lag über dem Vorjahreswert und auch über dem Planwert. Der Umsatz erreichte mit 1,6 Mrd. EUR das Vorjahresniveau. Vor allem das Auslandsgeschäft, auf das mehr als die Hälfte des Geschäftes entfällt.Dabei hat der Spezialist für Nachahmerpräparate, auch im deutschen Markt besser entwickelt als erwartet.

Im laufenden Jahr rechnet Ratiopharm in Deutschland aufgrund der sehr guten Abdeckung bei den Rabattverträgen der gesetzlichen Krankenversicherungen mit einer Steigerung der Marktanteile. Ratiopharm ist nach der zum Schweizer Pharmakonzern Novartis gehörenden Sandoz/Hexal/1A-Pharma-Gruppe (geschätzter Marktanteil 35 Prozent) mit 23 Prozent Marktanteil die Nummer zwei im deutschen Generikamarkt. Bis 2014 erwartet Ratiopharm einen jährlichen Umsatzanstieg von durchschnittlich 8 Prozent auf 2,4 Mrd. EUR. Der operative Gewinn soll im gleichen Zeitraum auf 530 Mio. EUR klettern.

Ratiopharm soll noch im ersten Quartal verkauft werden. Die finalen Interessenten sind die Pharmakonzerne Pfizer (USA), Teva (Israel) und Actavis (Island). dpa
© Südwest Presse 13.03.2010 07:45
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