BÖRSENPARKETT: Plötzlich ist Optimismus da

Daimler-Chef Dieter Zetsche und Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank Fed, spielen den Griechen in die Hände. Jedenfalls an der Börse. Durch den überraschenden Ausfall der Dividende beim Stuttgarter Autobauer wie auch die unerwartete Zinserhöhung in den USA wenden die Anleger ihren Blick erst einmal von den dramatischen Finanzproblemen Griechenlands ab.

Offenbar ist man an der Börse derzeit die schlechten Nachrichten leid. Nach der deutlichen Talfahrt der letzten Wochen schauen Anleger verbreiten auf einmal wieder Zuversicht. Und haben den Dax binnen Wochenfrist um fast 4 Prozent auf etwas mehr als 5700 Punkte nach oben getrieben. Obwohl sich am Umfeld nichts Wesentliches geändert hat: Die Erholung der Konjunktur steht auf wackeligen Beinen, die Auftragsbücher der Firmen füllen sich nur langsam und die Banken sind längst nicht raus aus dem Schlamassel.

Auf Basis des frischen Pessimismus sehe man gute Chancen, dass der Markt wieder stärker auf positive Argumente schaue, verkündet jedoch Andreas Hürkamp von der Commerzbank.

Auf einmal haben es Pessimisten schwer, Gehör zu finden. Matthias Jörss von Sal. Oppenheim schaut sorgenvoll auf Griechenland und andere Euro-Länder. ROLF OBERTREIS
© Südwest Presse 22.02.2010 07:45
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