Schadensersatzansprüche für HRE-Manager angedacht

Bundestag fordert Regierung auf, Möglichkeiten der Haftung zu prüfen
Die früheren Manager der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) sollen nach dem Willen des Bundestags Schadenersatz leisten, wenn sie schuldhaft ihre Pflichten verletzt und damit der inzwischen verstaatlichten Bank geschadet haben. Das Parlament beschloss gestern einen Antrag, in dem die Regierung aufgefordert wird, Schadenersatzansprüche zu prüfen. In dem Antrag wird die Frage aufgeworfen, ob es nicht den Sorgfaltspflichten widerspreche, wenn sich Manager bei Investitionsentscheidungen allein auf Bewertungen externer Ratingagenturen verlassen. Auch könne es den Sorgfaltspflichten zuwiderlaufen, für einen kleinen Zinsvorteil ungewöhnlich hohe Risiken auf die eigene Bank zu laden. Gleiches gelte, wenn langfristige Investitionen über kurzfristige Kredite finanziert werden.

Die Altaktionäre der HRE sollen nach Vorstellung der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ein Rückkaufrecht erhalten, falls die Bank später wieder in privaten Besitz übergeht. AP
© Südwest Presse 04.07.2009 07:45
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