Stabiles Neugeschäft bei Schwäbisch Hall

Bausparkasse profitiert von Riester-Förderung
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall verzeichnet trotz Krise ein gutes Neugeschäft. Für Impulse sorgt auch die neue Riesterförderung für Wohneigentum.Auch der Fuchs der Bausparkasse Schwäbisch Hall spürt den rauen Wind, der derzeit durch die Republik fegt. Sein gelbes Polohemd muss das Maskottchen aber nicht gegen eine Sturmjacke tauschen. Die mit 6,6 Mio. Kunden größte deutsche Bausparkasse kann mit dem Verlauf der ersten fünf Monate 2009 zufrieden sein, sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Metz gegenüber Journalisten. Während die Fondsbranche nach einem ohnehin schon miserablen Geschäftsjahr 2008 bis Mai nochmals Einbußen von bis zu 90 Prozent verkraften musste, stehen die Bausparkassen deutlich besser da. Bei Schwäbisch Hall sank das Neugeschäft bis Ende Mai im Vergleich zum Zeitraum des Rekordjahres 2008 um 3 Prozent auf 11 Mrd. EUR.

Das Streben nach Rendite habe sich durch die Krise in Richtung Sicherheit verschoben. 'Bei uns hat kein Kunde auch nur einen Cent verloren', betonte Metz. Bausparen erlebe nicht nur durch die Krise eine Renaissance. Impulse bringt auch die Riester-Wohn-Förderung. Dazu hat Schwäbisch Hall seit Januar 25 000 Verträge abgeschlossen. Daher geht Metz davon aus, dass die auf Jahressicht angepeilte Zahl von 50 000 Verträge übertroffen wird.

Auch im Ausland - unter anderem in der Tschechischen Republik und in China - laufe das Geschäft zufriedenstellend, sagte Metz. Er und seine Vorstandskollegen gehen davon aus, dass Bausparen weiter gefragt bleiben wird. Deshalb engagiert sich Schwäbisch Hall vor Ort finanziell an der staatlichen Fachhochschule, die im Herbst aufmacht. Ein Themenschwerpunkt ist der Vertrieb. 'Wir hoffen, dass wir den einen oder anderen Absolventen für uns gewinnen können', sagte Metz. Führungsnachwuchs auf dem Gebiet ist Mangelware.
© Südwest Presse 23.06.2009 07:45
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