Streit bei Porsche wohl ausgestanden

Im Streit um die Mitbestimmung in der Porsche-Holding haben sich die Betriebsräte des Sportwagenbauers und des Volkswagen-Konzerns angenähert. Nach Einschätzungen der Arbeitnehmervertretungen beider Unternehmen sei bei den von der IG Metall moderierten Gesprächen eine Einigung in Sichtweite, teilte Porsche mit. Deshalb solle der für Freitag angesetzte Termin vor dem baden-württembergischen Landesarbeitsgericht vertagt werden.

'Damit hätten alle Beteiligten Zeit gewonnen, um eine mögliche Einigung auszuverhandeln', hieß es in der von Porsche veröffentlichten Erklärung weiter. Über die Inhalte der Gespräche sei Stillschweigen vereinbart worden. Volkswagen-Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte, er sei in Sachen Mitbestimmungsvereinbarung mit seinen Porsche-Kollegen Uwe Hück auf einem guten Weg.

Im Betriebsrat und Aufsichtsrat der Porsche-Holding sind jeweils gleich viele Arbeitnehmervertreter von VW und Porsche vorgesehen.

Da Volkswagen um ein vielfaches größer ist, fühlt sich die Arbeitnehmervertretung der Wolfsburger nicht angemessen vertreten.

Porsche ist größter Einzelaktionär bei dem Wolfsburger Autobauer. In der Holding sind der VW-Anteil sowie der Stuttgarter Sportwagenbauer zusammengefasst. AP
© Südwest Presse 17.12.2008 07:45
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