Blumenhandel: Konkurrenz nimmt zu

Mit neuen Marketing- und Vertriebsformen wollen die Blumenfachgeschäfte in Deutschland der wachsenden Konkurrenz von Bau- und Supermärkten begegnen. Seit 2000 habe sich der Marktanteil des Fachhandels bei Schnittblumen von 65 auf 54 Prozent verringert, berichtete der Einkaufsverbund Ekaflor in Nürnberg. Eine Gegenstrategie sei die Eröffnung eigener Shops unter dem Label 'Mäc Flower' im Lebensmitteleinzelhandel, sagte Geschäftsführer Horst Gössmann.

'Damit können unsere Mitglieder erstmals von der Marktanteilsverschiebung zugunsten der Lebensmittelgeschäfte profitieren', erläuterte Gössmann. Hochfrequentierte Standorte müssten nicht mehr branchenfremden Anbietern überlassen werden, sondern dienten als Standbein für den Fachhandel. Der Gesamtmarkt für Schnittblumen in Deutschland stagniere seit drei Jahren bei einem Volumen von knapp 3,2 Mrd. EUR, sagte der Geschäftsführer.

Die Ekaflor Floristeneinkauf und Marketing GmbH & Co. KG ist nach eigenen Angaben mit 400 Mitgliedern der größte deutsche Einkaufsverbund für Floristikfachgeschäfte und Gärtnereien. Der externe Umsatz mit den 240 Partnerlieferanten stieg 2007 um 9,3 Prozent auf knapp 22 Mio. EUR. Insgesamt gibt noch mehr als 12 000 Blumenfachgeschäfte in Deutschland. dpa
© Südwest Presse 10.10.2008 07:45
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