Ifa-Razzia wohl auch bei Unschuldigen

Von der Razzia auf der Konsumelektronikmesse Ifa 2008 sind nach Angaben der Veranstalter offenbar auch unbescholtene Aussteller betroffen. Bei etlichen Firmen seien Geräte durch den Zoll mit vollem Recht beschlagnahmt worden, sagte Ifa-Direktor Jens Heithecker der Nachrichtenagentur ddp. 'Wir vermuten aber, dass auch Unschuldige von der Durchsuchungsaktion des Zolls betroffen sind.' Das Geschäft dieser Unternehmen auf der Ifa sei nun beeinträchtigt.

Überdies drohe ihnen ein Imageschaden, fügte Heithecker hinzu. 'Wir sind bemüht, diese Firmen zu unterstützen.' Mehr als 200 Beamte der Zollfahndung und der Bundespolizei hatten am Freitag und Samstag den Angaben zufolge insgesamt fünf Lkw-Ladungen an Geräten der Unterhaltungselektronik beschlagnahmt. Darunter waren Fernseher, DVD-Rekorder, MP3-Player, Autoradios, Navigationsgeräte und Handys. Anlass für die Razzia, die die Berliner Staatsanwaltschaft veranlasst hatte, waren Anzeigen gegen Aussteller wegen Patent- und Lizenzverstößen.

Heithecker betonte, es gehe hier um internationales Recht, das durchgesetzt werden müsse. 'Wir fragen uns aber, ob die Verhältnismäßigkeit in jedem Fall gewahrt wurde', fügte der Ifa-Direktor hinzu. Die Beamten hätten auch diskreter vorgehen können. ddp
© Südwest Presse 02.09.2008 07:45
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