Verdacht auf Geldwäsche großen Stils

Schweizer Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen gegen BAE Systems ausgedehnt
Die Schweizerische Bundesanwaltschaft (BA) hat ihre Ermittlungen im Fall des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems ausgedehnt. Seit 2006 hat sie insgesamt drei gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Geldwäsche eröffnet, wie BA-Sprecherin Jeannette Balmer sagte. Im Mai 2007 hatte die Bundesanwaltschaft erstmals eigene Ermittlungen in der Affäre bestätigt. Damals war aber nur von einem Verfahren die Rede gewesen.

In Großbritannien wird derzeit vor dem obersten Gericht darüber gestritten, ob die Strafverfolgungsbehörden die Ermittlungen gegen BAE Systems wegen mutmaßlicher Schmiergeldzahlungen an Saudi-Arabien 2006 zu Recht eingestellt haben. Der High Court hatte im April ein unrechtmäßiges Vorgehen festgestellt und sowohl die britische Regierung wie auch das saudische Königshaus scharf kritisiert. Wann und aus welchem Grund die zwei weiteren Verfahren in der Schweiz eröffnet wurden, gab die BA-Sprecherin nicht bekannt. AP
© Südwest Presse 11.07.2008 07:45
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