Iveco trennt sich von allen Ulmer Leiharbeitern

Der Lastwagenbauer Iveco Magirus trennt sich in seinem Ulmer Werk von allen Leiharbeitern. Zu deren Zahl gibt es keine offiziellen Angaben. Der Betriebsrat spricht von 350. Hintergrund der Entscheidung sei 'ein dramatischer Auftragseinbruch', sagt Iveco-Pressesprecher Manfred Kuchlmayr. Ein Einbruch, den auch andere Nutzfahrzeughersteller derzeit erleben würden. Eine dramatische Entwicklung sieht man im Verband der Automobilindustrie in der Branche nicht, einen Rückgang der Auftragseingänge schon: Sie lagen im Mai um 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. 'Jetzt sind sie wieder auf einem normalem Niveau', sagt VDA-Pressesprecher Eckehart Rotter. Iveco Magirus hat vergangenes Jahr 20 300 Stralis-Lkw hergestellt und zum Jahreswechsel eine zweite Schicht anlaufen lassen, um die Produktion um 25 Prozent zu steigern. Diese Schicht wird in zwei Wochen eingestellt. Aus Sicht des Betriebsrats kommt dies völlig überraschend. Die Signale aus dem Management hätten bis vor wenigen Wochen genau in die andere Richtung gedeutet, sagt der Betriebsratsvorsitzende Bernhard Maurer. Maurer ist auch in Sorge um die rund 500 befristet Beschäftigten, für den Fall, dass sich die Situation nicht bessert. Die Stammbelegschaft besteht aus 1144 Mitarbeitern, ihre Arbeitsplätze sind bis 2010 abgesichert. ref
© Südwest Presse 27.06.2008 07:45
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