Spekulationen um Schmiergeldzahlungen bei Siemens

Konzernführung geht offenbar Berichten über Zahlungen an Ex-Mitarbeiter nach
In der Siemens-Korruptionsaffäre soll nach einem Pressebericht wiederholt Schweigegeld gezahlt worden sein. Die neue Konzernführung gehe dem Verdacht nach, dass Geld an ehemalige Mitarbeiter geflossen sei, die mit der Veröffentlichung illegaler Praktiken gedroht hätten. Ein Siemens-Sprecher wollte sich dazu unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Auch bei der Staatsanwaltschaft München war keine Stellungnahme zu erhalten. Der Verdacht auf Schweigegeld-Zahlungen beruht dem Bericht zufolge unter anderem auf Aussagen eines Ex- Managers der Siemens-Telekommunikationssparte (Com), der selbst ins Visier der Ermittler geraten sei. Er habe der Staatsanwaltschaft berichtet, ein Siemens-Abgesandter habe vor einigen Jahren in San Francisco 350 000 EUR in bar an den amerikanischen Vertrauten einer früheren Beraterin des Konzerns aus Syrien übergeben, hieß es. Die einstige Geschäftspartnerin habe gedroht, Informationen über Gesetzesverstöße an die Presse zu geben. dpa
© Südwest Presse 03.04.2008 07:45
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