SIEMENS

Strafzahlung verweigert

Die norwegische Siemens-Tochter Siemens Business Services (SBS) will ein von den Osloer Behörden verhängtes Bußgeld für zu hohe Rechnungen, die in betrügerischer Absicht ausgestellt worden sein sollen, nicht zahlen. Wie ein SBS-Sprecher mitteilte, seien die um umgerechnet 9,4 Mio. EUR überhöhten Rechnungen für Lieferungen an Norwegens Militär 'nicht vorsätzlich' ausgestellt worden. SBS hat den Fehlbetrag zurückgezahlt, nachdem ein früherer norwegischer Siemens-Angestellter 2005 enthüllt hatte, dass die Siemens-Tochter für IT-Dienstleistungen zu hohe Rechnungen ausgestellt hatte. Die zuständige Kripo in Oslo verhängte daraufhin ein Bußgeld über etwa 1 Mio. EUR, weil die zu hohen Rechnungen nach ihrer Überzeugung bewusst und 'in betrügerischer Absicht' ausgestellt worden seien.
© Südwest Presse 09.02.2008 07:45
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