Deutsche Bahn

Gute Atmosphäre

Die Lokführergewerkschaft GDL und die Bahn haben sich nach der ersten Phase ihrer neuerlichen Tarifverhandlungen optimistisch geäußert. Nach mehrstündigen Gesprächen vertagten sie sich gestern auf den 2. Januar.

GDL-Chef Manfred Schell sagte nach dem Treffen, die Verhandlungen verliefen in einem guten Klima. 'Es ist Fortschritt zu verzeichnen. Das ist noch nicht das Ende.' Auch ein Bahnsprecher erklärte, die Verhandlungen seien 'wie vereinbart' auf den frühen Jahresanfang vertagt worden. Die Gespräche fänden in einer 'guten Atmosphäre statt'.

Die GDL hat für den 7. Januar Streiks angedroht und will den Ausstand nur stoppen, wenn sich bis dahin deutliche Chancen für einen Kompromiss ergeben. Die neue Gesprächsrunde hatte sich erst ergeben, nachdem sich Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee wenige Tage vor Weihnachten in den Tarifstreit eingeschaltet hatte.

Hauptstreitpunkte sind nach wie vor die Frage des eigenständigen Tarifvertrags und der Umfang der Entgelterhöhungen für die Lokführer. Die Bahn hatte den Lokführern 8 Prozent mehr Geld angeboten, ihr Angebot aber nach dem vorübergehenden Ende der Gespräche zurückgezogen. Die GDL forderte zuletzt mindestens 10 Prozent mehr Einkommen.

Neben der Lohnhöhe geht es bei den Verhandlungen auch um die Arbeitszeit.
© Südwest Presse 29.12.2007 07:45
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