VERBRAUCHER

Viel Geld für Körperpflege

Reiche Leute geben nicht unbedingt mehr Geld im Einzelhandel aus. Dies ist das Ergebnis einer GfK-Studie. Und: Deutsche sparen nicht an Körperpflege.Die Deutschen geben jährlich rund ein Drittel ihres Geldes im Einzelhandel für Lebensmittel aus. Jeder Verbraucher lässt sich jährlich Nahrungs- und Genussmittel für 1949 EUR schmecken, wie aus einer Studie des Nürnberger Marktforschers GfK hervorgeht. Auf Platz zwei stehen mit deutlichem Abstand Produkte der Gesundheits- und Körperpflege mit einem Anteil von gut 14 Prozent an den Gesamtausgaben oder 785 EUR pro Kopf.

Danach folgen Artikel aus Baumarkt (10,6 Prozent) und Einrichtungsbedarf (8,9). Ausgaben für Kleidung (8,5) und Bücher (3,9) liegen im Mittelfeld, Uhren und Schmuck (1,0 ) sowie Telekommunikation (0,6)) am Ende der Skala.

Insgesamt stehen den Deutschen im laufenden Jahr rund 1,5 Mrd. EUR für ihren Verbrauch zur Verfügung. Davon geben sie im Einzelhandel mit etwa 451 Mrd. EUR rund ein Drittel ihrer gesamten Kaufkraft aus. Das sind pro Person durchschnittlich 5500 EUR. Etwa ein Drittel davon wiederum fließt in Lebensmittel.

Bei der Präferenz für einzelne Produktgruppen gibt es starke regionale Unterschiede: Während die Menschen in Starnberg bei München mit der höchsten Kaufkraft Spitzenreiter bei der Anschaffung von Sport- und Campingartikeln sind, geben die Mannheimer überdurchschnittlich viel Geld für Telekommunikationsprodukte aus.

Insgesamt gelte aber, dass wohlhabende Verbraucher nicht unbedingt mehr Geld im Einzelhandel ausgeben als Geringverdiener. Ein überdurchschnittlich hohes Einkommen kann auch in Mieten, Immobilien und Luxusgüter fließen.

Für die jährliche Kaufkraftstudie befragte die GfK etwa 20 000 Privathaushalte über 61 Produkte des Einzelhandels.
© Südwest Presse 10.08.2007 07:45
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