MILCHPRODUKTE

Höhere Preise erwartet

Verbraucher müssen mit einem Preisanstieg bei Milchprodukten rechnen. In den nächsten Tagen soll Butter bis zu 50 Prozent und Quark um 40 Prozent teurer werden. Bei Milch rechnen die Experten der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle - wie bereits berichtet - mit einem Preisanstieg um fünf bis zehn Cent je Liter. Milchverarbeitende Unternehmen nannten als Hauptgrund für die Preiserhöhung eine Rohstoffknappheit auf dem Weltmarkt. Dürreperioden in Australien und Ozeanien hätten zu einem starken Rückgang der dortigen Milchproduktion geführt. Zudem wachse die Nachfrage weltweit, vor allem aber in Asien und Russland.

Was die künftigen Ladenpreise angeht, riet der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels zu Gelassenheit. Der starke Wettbewerb werde die Konsumenten auf längere Sicht vor überhöhten Preisen schützen, sagte Verbandssprecher Hubertus Pellengahr.

Deutschland ist mit jährlich 27,3 Mio. Tonnen der größte Milchproduzent in der EU, gefolgt von Frankreich mit 23,3 Mio. Tonnen. In der EU werden pro Jahr 132 Mio. Tonnen Milcherzeugnisse produziert. Grundsätzlich gilt, dass in den nördlichen EU-Staaten - vor allem aus klimatischen Gründen - mehr Milch produziert wird als in den südlichen. In den 27 EU-Ländern gibt es 1,8 Mio. Betriebe, in denen Milchkühe gehalten werden. 122 000 davon sind in Deutschland.
© Südwest Presse 30.07.2007 07:45
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