Der Jobmotor Zeitarbeit

Die Zeitarbeit wird in Deutschland durch das so genannte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) geregelt. Es wurde 1972 verabschiedet und dann zusammen mit den Hartz-Gesetzen überarbeitet. Seither ist die Zeit, die ein Arbeitnehmer an einen Betrieb ausgeliehen werden kann, nicht mehr begrenzt. Früher durfte er maximal drei Monate an eine Firma ausgeliehen werden. Mit den Hartz-Gesetzen wurde auch geregelt, dass den Leiharbeitern nach einem Jahr in einer Firma die selben Konditionen und der selbe Lohn zusteht wie der Stammbelegschaft. Die Zahl der Leiharbeitnehmer hat sich in Deutschland in den letzten vier Jahren auf jetzt rund 600 000 etwa verdoppelt. Die fünf größten Zeitarbeitsunternehmen sind Randstad (Platz eins mit rund 40 000 Mitarbeitern) vor Persona Service, Adecco, Manpower und DIS.Daneben gibt es noch viele hundert kleinere Entleihfirmen in Deutschland. Der Anteil der Zeitarbeit an der gesamten Beschäftigung liegt mit rund 1,3 Prozent noch im internationalen Vergleich relativ niedrig.
© Südwest Presse 21.07.2007 07:45
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