DEUTSCHE BAHN / Kauf der beiden Güterbahnen soll 590 Millionen Euro kosten

Temporeiche Expansion im Ausland

Die Deutsche Bahn will ihre Expansion im Güterverkehr nach dem Kauf und der Mehrheitsübernahme der britischen EWS und der spanischen Transfesa weiter mit Tempo vorantreiben. 'Wir haben noch einige weiße Flecken', sagte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn gestern in Frankfurt. Das weitere Wachstum der Güterverkehrssparte sei aber gesichert. Mehdorn will vor allem noch in Spanien, Italien und in England zukaufen, in Polen wird demnächst ein eigener Ableger gegründet. 'Wir halten weiter die Augen auf.' Für die beiden Gesellschaften in Großbritannien und Spanien legt die Bahn jetzt angeblich rund 590 Mio. EUR auf den Tisch. Offiziell nennt Mehdorn keine Kaufpreise. Die EWS ist das größte britische Bahn-Güter-Unternehmen mit rund 500 Lokomotiven, 13 000 Wagons und rund 4900 Mitarbeitern. Für 55 Prozent an der spanischen Transfesa zahlt die Bahn, so ist zu hören, 130 Mio. EUR. Das Unternehmen kam 2006 auf einen Umsatz von 300 Mio. EUR und betreibt rund 7000 Waggons.
© Südwest Presse 29.06.2007 07:45
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