GERÄTETESTS

Jedes Dritte fehlerhaft

Sicherheitsmängel kommen bei einem Drittel der im Südwesten untersuchten Geräte vor. Besonders stark vertreten sind Produkte aus Billiglohnländern.Jedes dritte in Baden-Württemberg auf seine Sicherheit überprüfte technische Produkt weist nach Angaben von Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) gravierende Sicherheitsmängel auf. Wie die Ministerin in Stuttgart sagte, gehörten dazu auch in Deutschland hergestellte Geräte. Im Schulterschluss mit der Wirtschaft und den Hochschulen will Gönner erreichen, dass bereits bei der Entwicklung neuer Produkte künftig Sicherheitsaspekte noch stärker berücksichtigt werden. Sie sagte, die 'CE'-Kennzeichnung auf den Geräten sei kein Gütesiegel für Sicherheit, sondern nur ein Hinweis, dass europäische Regeln eingehalten wurden. In Baden-Württemberg wurden 2006 insgesamt 3304 technische Produkte überprüft. Davon wurden 78 in den Labors der landeseigenen Geräteuntersuchungsstelle genau geprüft.

Bei jedem dritten der technischen Geräte seien sicherheitstechnisch gravierende oder schwere Mängel festgestellt worden. Nur etwa ein Fünftel der untersuchten Produkte sei ohne Mängel gewesen, sagte Gönner. 'Die Ergebnisse geben Anlass zur Sorge', sagte sie.

Vor allem in den Bereichen der Haushalts- und Elektrogeräte hätten zahlreiche Produkte aus Billiglohnländern beanstandet werden müssen, meinte die Ministerin. Der hohe Konkurrenz- und Kostendruck seien mitverantwortlich für Nachlässigkeiten bei der Erfüllung von Sicherheitsanforderungen. Auch in Deutschland hergestellte technische Geräte seien nicht frei von Fehlern und Sicherheitsmängeln. Wenn der Verbraucher mehr Sicherheit wolle, sollte er auf das 'GS'-Zeichen (geprüfte Sicherheit) auf einem technischen Gerät achten, sagte Gönner.
© Südwest Presse 26.06.2007 07:45
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