LGB

Märklin wieder im Rennen

Im Rennen um den erneut insolventen Nürnberger Gartenbahnhersteller LGB steigen die Chancen für den Modelleisenbahnhersteller Märklin. Das Göppinger Unternehmen hatte bereits nach der ersten Insolvenz im September 2006 Interesse an einer Übernahme gezeigt, um seine Angebotspalette abzurunden. Nachdem die Rettungsversuche des Rügener Kleinbahnbetreibers Hermann Schöntag nunmehr gescheitert sind, gilt auch eine Übernahme durch den ehemaligen Fluglinienbetreiber Hans Rudolf Wöhrl als unsicher. Zuletzt vertagten die Gläubigerbanken erneut eine Entscheidung. Neben Wöhrls Offerte gibt es Angebote von Märklin und seitens des thüringischen Konkurrenten Piko.

Roland Fleck, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, kritisierte, dass die Gläubigerbanken nicht mit offenen Karten spielen. 'Vom Ablauf her hatte man immer massiv den Eindruck, dass die Mehrheit der Banken im Pool das Angebot des Märklin-Investors Kingsbridge favorisiert', sagte er. 'Wir akzeptieren jedes Angebot und werden versuchen, das beste für den Standort rauszuholen.' Allerdings sei zu befürchten, dass 'die Spielzeugproduktionsstadt Nürnberg' um ein Werk ärmer werde. Weil der Kleinbahnbetreiber das Geld für den Fortbestand der LGB nicht aufbringen konnte, ruht die Produktion. Die 130 Beschäftigten bekommen seit Monaten keinen Lohn mehr.
© Südwest Presse 10.05.2007 07:45
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