GENERAL MOTORS / Harte Sanierung zeigt Wirkung

Opel schreibt erstmals seit sieben Jahren Gewinn

Der US-Autokonzern General Motors ist ebenso wie seine deutsche Tochter Opel auf dem Weg aus der Krise. Zum ersten Mal seit sieben Jahren fuhr Opel nach dem Abbau mehrerer tausend Stellen 2006 wieder in die Gewinnzone. Der unter einer schweren Absatzkrise und der asiatischen Konkurrenz leidende Mutterkonzern konnte seinen Verlust drastisch verringern und steigerte den Umsatz. Im Schlussquartal kehrte GM sogar in die Gewinnzone zurück. Man habe 'erhebliche Fortschritte' gemacht, es bleibe aber noch viel zu tun, sagte Konzernchef Rick Wagoner. Massive Kostensenkungen in Nordamerika und Sondergewinne beim Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an der Finanztochter GMAC wirkten sich positiv aus, sagte Wagoner in Detroit. Der Opel-Mutterkonzern reduzierte seinen Verlust von 10,4 Mrd. Dollar auf 2 Mrd. Dollar (rund 1,5 Mrd.EUR). Der Umsatz erhöhte sich um 5 Prozent auf 205 Mrd. Dollar.

Im Europageschäft mit der Hauptmarke Opel lief es noch besser. Der Nettogewinn nach Steuern summierte sich dort auf 227 Mio. EUR Dollar (172 Mio. EUR). Das war eine halbe Milliarde Dollar mehr als im Vorjahr - damals hatten Opel, Vauxhall und Saab noch einen Verlust von 375 Mio. Dollar verbucht. 'Wir haben erstmals seit 1999 wieder Geld verdient', sagte GM Europa- Präsident Carl-Peter Forster. 'Wir hatten ein gutes Jahr für Opel und ein gutes Jahr für Saab.'
© Südwest Presse 15.03.2007 07:45
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