DZ BANK / Ertragskraft deutlich gesteigert

Fusion abgehakt

Die DZ Bank hat ihre Ertragskraft deutlich verbessert und den Gewinn verdoppelt. Das genossenschaftliche Institut strebt keine neuerliche Fusion mit der WGZ an.Nach der gescheiterten Fusion der beiden Spitzeninstitute des genossenschaftlichen Bankenlagers, ist derzeit kein neuer Anlauf für ein Zusammengehen in Sicht. Damit bleiben nach Ansicht von DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirch Kosteneinsparungen in Höhe von mehr als 100 Mio. EUR bei der DZ Bank und der Düsseldorfer WGZ Bank ungenutzt.

Gleichwohl sieht Kirsch nach Jahren der Restrukturierung und Neuausrichtung die DZ Bank wieder gut aufgestellt. 'Wir ernten erste Früchte.' Der Konzerngewinn stieg 2006 um mehr als das Doppelte von 634 Mio. EUR auf 1,4 Mrd. EUR. dadurch kann das Institut die Rücklagen und das Eigenkapital stärken. Die Provisionszahlungen für die Vermittlung von Wertpapiergeschäften kletterten um 87 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. EUR, die Dividende steigt um 30 Prozent auf 13 Cent je Aktie. 151 Mio. EUR schüttet die DZ Bank aus, 37 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Begünstigt wurde der Gewinn durch den Verkauf der Norisbank an die Deutsche Bank für 420 Mio. EUR. Netto bleiben der DZ Bank davon 163 Mio. EUR.

Die DZ Bank fungiert als Zentralbank für die Volks- und Raiffeisenbanken, als Geschäftsbank und als Holding zur Steuerung der Verbundunternehmen wie Union Investment, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der Team Bank und der R+V Versicherung.
© Südwest Presse 16.02.2007 07:45
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