BBS Kfz-Technik

Autozulieferer insolvent

Der Autozulieferer BBS Kraftfahrzeugtechnik AG in Schiltach (Kreis Rottweil), einer der führenden Hersteller von Leichtmetallrädern, hat Insolvenzantrag gestellt. Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit gab das Unternehmen gestern das Wegbrechen eines Großauftrags an. Eine Auffanglösung sei gescheitert. BBS hatte nur wenige Stunden zuvor den Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates mitgeteilt. Der frühere Wirtschaftsminister Walter Döring sollte Hans-Peter Hirner (71) ablösen.

BBS hatte im August 2006 bekannt gegeben, dass das Unternehmen wegen der stark gestiegenen Aluminiumpreise eine Ergebnisdelle hinnehmen müsse. Das Nachsteuerergebnis sackte im ersten Halbjahr auf minus 3,8 Mio. EUR ab. Für das Gesamtjahr 2006 hatte BBS einen Umsatz von 200 (Vorjahr 190) Mio. EUR erwartet. BBS beschäftigt im Konzern rund 1200 Mitarbeiter.

Zuletzt habe sich eine Lösung für die Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit abgezeichnet, die von den Großkunden des Unternehmens getragen werden sollte. Die Zusage der Großkunden, die erforderliche Liquidität durch größere Vorfälligkeitszahlungen bereitzustellen, seien auch erteilt worden. Die Umsetzung des Konzepts sei aber in der Nacht zu gestern am Widerstand einer der beteiligten Banken gescheitert, obwohl die Gesellschaft den finanzierenden Banken Sicherheiten eingeräumt habe.
© Südwest Presse 07.02.2007 07:45
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