Vom Börsenparkett: Das fängt ja schon gut an

Das neue Börsenjahr 2007 fing ja wieder gut an. Bereits am zweiten Handelstag kletterte der Dax über die 6700-Marke und war damit so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Dann ging ihm zwar ein bisschen die Puste aus, was aber nach Ansicht der Experten auch daran lag, dass manche Anleger ihre Papiere verkauften. Denn sowohl die charttechnische Situation (das sind die Prognosen, die aus den Kursverläufen abgeleitet werden), als auch die so genannten fundamentalen Daten zur Lage der Wirtschaft und der Unternehmen stimmen die Analysten nach wie vor eher zuversichtlich für den weiteren Verlauf in diesem Jahr.

So verweist beispielsweise die Landesbank Baden-Württemberg auf einige positiven Nachrichten der vergangenen Tage: In den USA fiel der ISM-Konjunkturindex, in Deutschland die Arbeitslosenstatistik für Dezember besser aus als erwartet. Und der Ölpreis schmierte weiter ab, was der Weltwirtschaft sehr förderlich ist.

An den anderen guten Rahmenbedingungen hat sich nach Einschätzung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen ohnehin nichts geändert: attraktive Preise für europäische Aktien, Übernahmefantasie, Firmengewinne. Weil aber die Zinsen ebenso steigen könnten wie der Ölpreis, sieht die Bank den Dax am Jahresende nur bei 6800 Punkten.

Da ist die Ulmer Volksbank mit einem erwarteten Plus von acht bis zehn Prozent etwas optimistischer. Auch wenn ihr der steigende Eurokurs allmählich Sorgen bereitet. So kräftig wie in den vergangenen drei Jahren werde das Kursplus jedenfalls nicht ausfallen. Allenfalls in den Sektoren, die zuletzt zu kurz kamen: Technologie, Medien, Telekommunikation, Software.
© Südwest Presse 08.01.2007 07:45
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