Ausgezeichnete Botschafter werben weltweit für die Region

Hochschule Ausländische Studierende sind weltweit für die Region Ostwürttemberg als Botschafter unterwegs. Neue Ehrenbotschafter wurden feierlich ausgezeichnet.
  • Die neuen Ehrenbotschafter der Region Ostwürttemberg freuen sich über die Auszeichnung. Foto: Hochschule Aalen/Pascal Cromm

Aalen

Alljährlich bilden die Hochschulen in der Region hunderte ausländische Studierende aus. Viele bleiben hier – und sind dann für die Firmen in der Region potenzielle Bewerber. Jene Studierende, die wieder in ihre Heimatländer zurückkehren, können nun dort für die Region Ostwürttemberg werben.

Durch Integrationsmaßnahmen bilden die Hochschulen in Aalen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd ausländische Studierende zu Botschaftern der Region aus. Die Ausbildung ist ein gemeinsames Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiRO mit den Akademischen Auslandsämtern der Hochschule Aalen, der DHBW Heidenheim, der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd und der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Im Zuge der Fachkräftekampagne „Erstaunliches Ostwürttemberg“ wird das Projekt auch von den Landkreisen, den großen Kreisstädten sowie den wirtschaftsbezogenen Netzwerken und Wirtschaftsorganisationen unterstützt.

Die 900 ausländischen Studierenden der vier staatlichen Hochschulen Ostwürttembergs stellen ein großes Potenzial an Fachkräften für die zahlreichen international agierenden Firmen der Region dar. Viele ausländische Studierende finden Gefallen an Ostwürttemberg, mit seinen Berufschancen, dem interkulturellen Klima und einer ausgeprägten Willkommenskultur. Oftmals entscheiden sie sich für einen Karrierestart bei einem der hiesigen Unternehmen.

Alle ausländischen Studierenden, die sich nach ihrem Studienaufenthalt für den Weg zurück in die Heimat entscheiden, können ebenfalls in einem besonderen Maße zur Entwicklung der Region Ostwürttemberg beitragen: als Botschafter der Region Ostwürttemberg ehrenhalber. Die Studierenden können durch ihre eigenen Erfahrungen auf den verschiedensten Ebenen wie Kultur, Freizeit, Sport aber auch in den Bereichen Wirtschaftskraft, Berufschancen und Karriere in aller Welt für die Vorteile der Region werben. Und gegebenenfalls entscheidet sich der eine oder die andere zu einem späteren Zeitpunkt für eine Position in einem in Ostwürttemberg ansässigen Unternehmen, so die Hoffnung der Initiatoren.

Das Botschafter-Programm der Region Ostwürttemberg basiert auf dem Wissen, dass ausländische Studierende sich schnell in ihr neues Studien- und Lebensumfeld integrieren und vor allem wohl fühlen müssen, um erfolgreich studieren zu können. Ausländische Studierende können sich durch die verschiedenen Aktivitäten schneller integrieren, da sie verstärkt mit Menschen aus der Region zusammentreffen. Indem sie das Studien- und Lebensfeld schätzen lernen, entsteht gleichzeitig eine tiefere Bindung – was sie wiederum für ihre Aufgabe als Botschafter der Region im Ausland prädestiniert. Analog wie in einem richtigen Reisepass, können Studierende Stempel sammeln, wenn sie an Aktivitäten der Hochschulen, der Städte und Region teilnehmen. Wer genügend Nachweise erbringt, bekommt im Rahmen einer feierlichen Zeremonie durch die Landräte ein Zertifikat zum Botschafter ehrenhalber verliehen.

Das Programm läuft seit 2017. Inzwischen haben 26 ausländische Studierende aus Argentinien, Belgien, Costa Rica, Frankreich, Italien, Kroatien, Kolumbien, Nepal, Russland, Südafrika, Tschechien, Ungarn und den USA die Voraussetzungen zum Erhalt des Zertifikats erfüllt. Dr. Ursula Bilger, Geschäftsführerin der WiRO, und die Vertreter der Akademischen Auslandsämter haben in diesem Semester wieder Zertifikate an ausländische Studierende verleihen. „Dieses Programm ist sehr bereichernd für meine persönlichen Erfahrungen in Ostwürttemberg“, freut sich der argentinische Austauschstudent und frisch gekürte Ehrenbotschafter Gianfranco Feliziani bei der Verleihung.

Infosonline unter:
www.tie-talents.de.

© Wirtschaft Regional 11.09.2018 17:32
276 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?