ZF eröffnet Logistikzentrum

Neubau Rund 14 Millionen Euro hat der Autozulieferer in Alfdorf investiert – und trägt damit dem Wachstum des Standorts Rechnung: Seit 2016 hat ZF hier 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.
  • Von links: Helmut Köditz, Hans-Ulrich Schmidtke, Michael Ruster (alle ZF), Jochen Abt von der Schwäbisch Gmünder Spedition Lakner, Alfdorfs Bürgermeister Michael Segan sowie Fred-Markus Bohne vom Generalübernehmer Panattoni Europe. Foto: Jan-Philipp Strobel

Alfdorf

Knapp neun Monate nach dem Spatenstich hat der ZF-Konzern am Donnerstag sein neues Logistikzentrum in Alfdorf offiziell eröffnet. Knapp 14 Millionen Euro hat das Unternehmen investiert und 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Dieser Neubau ist ein klares Bekenntnis zum Standort Alfdorf“, erklärte Werkleiter Michael Ruster bei der Eröffnung. Alfdorfs Bürgermeister Michael Segan sagte: „Die Gemeinde ist stolz darauf, ein solches Unternehmen am Standort zu haben.“ Das Logistikzentrum sei „der Grundstein für eine gesicherte und andauernde Zukunft von ZF in Alfdorf.“

Der Neubau spiegelt aber auch das Wachstum des Standorts seit der Übernahme der TRW durch ZF wider. „In den vergangenen 24 Monaten haben wir hier in Alfdorf rund 200 neue Mitarbeiter über alle Bereiche hinweg eingestellt“, erklärte Helmut Köditz, Geschäftsführer & Arbeitsdirektor des ZF-Geschäftsbereichs Aktive und Passive Verkehrssicherheit.

„Mit dem neuen Logistikzentrum können wir nicht nur unsere Warenströme durch kürzere Wege optimieren, sondern auch die Zahl der Lastwagenfuhren verringern“, erläuterte Ruster die Hintergründe der Millioneninvestition. Auf dem 27 000 Quadratmeter großen Grundstück (siehe Kasten) südlich des bestehenden Werksgeländes verfügt die ZF-Tochter TRW Automotive nun über ein Regallager mit 9500 Stellplätzen sowie Platz für 700 Stahl-Spulen als Rohmaterial für das Stanzen. „Der Neubau ist Ersatz für das bisherige Logistikzentrum in Mögglingen“, so Ruster. Mit dem Neubau falle der bisherige Shuttleverkehr zwischen den Standorten weg. Zudem gebe es in Alfdorf nun mehr Platz für die Produktion.

Ein klares Bekenntnis zum Standort Alfdorf.

Michael Ruster
Werkleiter des ZF-Werks Alfdorf

Allerdings wird ZF die frei werdenden Flächen in Mögglingen weiter nutzen, wie Köditz erklärt. Zudem machte der Geschäftsführer deutlich: „Eine Investition in dieser Größenordnung soll zu einer Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit führen. Genau daran müssen wir stetig arbeiten und dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen.“ Schließlich befindet sich die gesamte Autobranche in einem massiven Umbruch.

Köditz und Ruster sehen die Insassenschutz-Sparte bestens aufgestellt. „Gerade im Bereich des Autonomen Fahrens sehen wir mittelfristig einen steigenden Bedarf. Zusätzlich nehmen die Anforderungen zu“, betonte Köditz. Derweil ist die Integration des ehemaligen TRW-Standorts in den ZF-Konzern weitestgehend abgeschlossen. „Für ZF war der Bereich Insassenschutz neu. Wir sehen für die Sparte aber sehr gute Perspektiven“, erklärte ein ZF-Sprecher im Vorfeld der Eröffnung.

Von den aktuell insgesamt 1900 Mitarbeitern am Standort Alfdorf sind 600 Menschen in der Produktion tätig. Der Großteil, nämlich rund 1000 Beschäftigte arbeiten in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, hinzu kommen 300 Jobs in der Verwaltung. „Der Standort in Alfdorf ist unser globales Hauptquartier für den Insassenschutz“, so Ruster. Pro Jahr werden zudem rund 650 Millionen Einzelteile hergestellt.

© Wirtschaft Regional 12.07.2018 18:38
346 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?