SHW WM: Investoren zeigen Interesse

Insolvenz Die Auftragsbücher sind gefüllt, die Sanierung läuft. Bei SHW WM gibt es Hoffnung auf ein Happy-End.
  • Blick in die Produktionshalle von SHW WM in Wasseralfingen. Foto: Archiv

Aalen-Wasseralfingen. Knapp drei Wochen nach dem Insolvenzantrag ist bei SHW Werkzeugmaschinen wieder ein wenig Normalität eingekehrt. „Der Geschäftsbetrieb wird zwischenzeitlich wieder uneingeschränkt fortgeführt“, erklärte Insolvenzverwalter Martin Mucha auf Anfrage dieser Zeitung.

Aufgrund der Insolvenz hatte SHW WM die Auslieferung von Maschinen gestoppt. Dieser Stopp sei allerdings aufgehoben worden. „Erfreulich ist vor allem, dass bisher kein Kunde und kein Lieferant trotz des laufen Insolvenzverfahrens abgesprungen ist“, erklärte Mucha. Sämtliche Geschäftspartner hätten dem Unternehmen „die Stange gehalten“.

Die Analyse, weshalb SHW WM in die Insolvenz musste, ist indes noch nicht abgeschlossen. „Bereits heute steht allerdings fest, dass der Geschäftsbetrieb sanierungswürdig und sanierungsfähig ist“, erläutert Mucha. Die Banken und sonstigen Gläubiger seien über den aktuellen Stand des Insolvenzverfahrens informiert und unterstützen die Sanierung „bisher nach Kräften“.

Nun startet also die Suche nach Investoren für das Aalener Traditionsunternehmen, das insgesamt rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. „Ja, es haben sich bereits erste Interessenten proaktiv“, erklärte Mucha.

Noch unklar ist jedoch, wie es mit den vor der Insolvenz geleisteten Überstunden der Mitarbeiter weitergeht. Dieser Sachverhalt werde aktuell aufgearbeitet und anschließend geprüft. „Eine Stellungnahme ist hierzu aktuell nicht möglich“, so eine Sprecherin der Kanzlei Grub-Brugger, für die Insolvenzverwalter Martin Mucha tätig.

© Wirtschaft Regional 08.06.2018 19:13
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