Machen statt diskutieren!

Netzwerk Das Industriecamp beschäftigt sich mit Fragen nach der Zukunftsfähigkeit der Region Ostwürttemberg.
  • Rund 60 Teilnehmer kamen zum Industriecamp an die Hochschule Aalen und tauschten sich aus. Foto: Hochschule Aalen/Peter Kruppa

Aalen. Der Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft soll den Dialog anregen und Impulse setzen. Das ist das Ziel des Industriecamps, das an der Hochschule Aalen stattfand. Die Fragen, mit dem sich das Netzwerk auseinandersetzte, waren ambitioniert. „Was müssen wir in Ostwürttemberg entwickeln, damit wir hier in der Region für die Zukunftsthemen 2035 gut aufgestellt sind? Welche Qualifikationen müssen an den Hochschulen und durch Kooperationen gefördert werden?“, fragte Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter zu Beginn der Veranstaltung, zu der die Hochschule Aalen mit dem Förderverein und dem Projekt SmartPro und den Partnern Südwestmetall Ostwürttemberg, der IHK Ostwürttemberg, der DHBW Heidenheim und dem Unternehmen Madiko eingeladen hatte.

Noch ist dieses Format für alle Beteiligten neu. Unklar ist gewesen, was passiert und herauskommt. „Hauptsache, es bringt uns voran“, bekräftigt Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule. Ein Anfang ist gemacht. 60 Teilnehmer aus Industrie, Politik und Forschungseinrichtungen waren dabei. Schwerpunkte waren die Digitalisierung der Arbeitswelt und Industrie 4.0 sowie der verbundene Bedarf für neue Konzepte zum Know-how-Aufbau und für lebenslanges Lernen. Methoden zur Weiterbildung wie „Training with Industry“ (TWI) oder zur Ideengenerierung wie Design Thinking wurden vorgestellt. Diskussionen zur Biologisierung der Wertschöpfung werden in eine Fraunhofer-Studie eingehen. Fließend war der Übergang zu technischen Themen für Anwendungsfelder: Elektromobilität, digitale Produktentwicklung, Leichtbau und 3D-Druck als neues Fertigungsverfahren mit disruptivem Potenzial standen im Mittelpunkt. Rektor Schneider ist von interaktiven Formaten für den Wissenstransfer überzeugt: „Die Entwicklung innovativer Produkte erfordert verschiedene Perspektiven.

© Wirtschaft Regional 17.05.2018 20:34
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