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Aalen-Wasseralfingen
Aalen-Wasseralfingen. Tradition wird in der Alfing-Firmengruppe groß geschrieben. Dazu gehört das Erinnern an Firmengründer und seine Maximen anlässlich der Preisverleihung des zum 100. Geburtstag des Firmengründers 1980 erstmals ausgelobten Preises. Volles Eintreten für die Arbeit, mehr Sein als Schein und bis zur Perfektion getriebene Leistung charakterisieren das Tun bei Alfing ebenso wie beim jeweiligen Preisträger. Daran erinnerten in ihren Grußworten Eberhard Funk, Geschäftsführer der Maschinenfabrik Alfing Kessler (MAFA), und Hochschulrektor Prof. Dr. Gerhard Schneider. „Sie haben die ihnen gestellte Aufgabe voll zu ihrer eigenen Sache gemacht“, attestierte Funk. Schneider appellierte an Nachwuchskräfte, ihr volles Engagement in die beruflichen Aufgaben zu legen. Denn: „Der Lohn dafür wird bei vorbildlichen Leistungen nicht ausbleiben, auch wenn es damit etwas Zeit braucht“, betonte er. Dass dies bei Alexander Stief ebenso sein wird, dessen waren das dreiköpfige Preisgericht aus den Alfing-Gesellschaftern Manfred Grimminger und Peter Fischer sowie dem MAFA-Geschäftsführer Konrad Grimm sicher, die dem Votum des Gutachterausschusses gefolgt waren und die Masterarbeit zur Strömungssimulation auswählten. „Durch die Simulation lassen sich Entwicklungskosten und -zeit einsparen. Die Methoden des Berechnens physikalischer Modelle werden in den Ingenieurberufen immer wichtiger werden“, sagte Grimm. Alexander Stief, der zunächst an der Hochschule Esslingen im Bachelor-Studiengang Maschinenbau studiert und danach für eine Übergangszeit bei der Heidenheimer Voith GmbH gearbeitet hatte, wählte für seine Abschlussarbeit ein Thema, bei dessen Bearbeitung verschiedene Simulationsmethoden angewendet wurden. In Zusammenarbeit mit der Mahle Filtersysteme GmbH untersuchte er die Entstehung und die Wirkung von Turbulenzen beim Ansaugen von Luft in einem gekrümmten Rohr der Motorperipherie. „Das Stokes’sche Gleichungssystem, das solch ein Strömungssystem beschreibt, ist analytisch nicht lösbar“, erläuterte Prof. Dr. Winfried Waidmann, der die Arbeit des Preisträgers betreut hatte. Das simulatorische Lösen verglich er mit dem Eingrenzen eines Bereichs des Auftreffens eines Blattes, das von einem Baum fällt. Alexander Stief ließ kurz in die komplexe Masterarbeit einblicken: Durch das Anwenden der so genannten Large Eddy-Simulation lasse sich die Entstehung sowie die Dissipation von Wirbeln in Rohrkrümmern berechnen, um daraus Schlüsse für Messstörungen zu ziehen. Der Lohn für die Arbeit: Stief darf zwischen einem einwöchigen Aufenthalt in Peking oder in Chicago wählen. |