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Rückgang im Jahr 2011 von 28,7 auf 6,5 Millionen Euro
Wenig Ertrag für ODR
Rückgang im Jahr 2011 von 28,7 auf 6,5 Millionen Euro
ODR-Vorstand Frank Hose berichtete auf der Hauptversammlung vor 70 Aktionärsvertretern über den Geschäftsverlauf 2011 und gab einen Ausblick auf 2012. Das Jahr 2011 war vor allem durch die Ereignisse in Fukushima geprägt, und in Deutschland gewann die schon eingeleitete Energiewende deutlich an Fahrt.

Ellwangen   Ellwangen. Der fundamentale Umbau der Energiesysteme fordere und belaste die Energieversorger, biete aber auch Chancen. Der Zubau von dezentralen Energiequellen, deren Stromproduktionen stark schwanken, stelle vollkommen neue Anforderungen an die Stromnetze, Netzsteuerungs- und Abrechnungssysteme. Hose: „Dazu brauchen wir die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen, aber auch Zeit zur Umsetzung und Abwicklung.“
Für den Netzbetreiber NGO stand 2011 ebenfalls im Zeichen der Energiewende. Die Anzahl der dezentralen Erzeugungsanlagen stieg auf 21 500. Rund 820 Mio. kWh wurden durch diese Anlagen ins Netz der NGO gespeist, das sind mehr als 30 Prozent der gesamten ODR-Stromabgabe. Die Vergütung für die Einspeiser stieg auf 231 Mio. Euro, das sind 50 Prozent des ODR-Umsatzes. Der Wettbewerb um die Energiekunden habe sich weiter intensiviert, sagte Hose. Auch der Wettbewerb im Erdgasmarkt habe sich deutlich verschärft. Über Konjunkturprogramme von Bund und Land realisierte die ODR gemeinsam mit ihrer Telekommunikationstochter Technologie Services GmbH (ODR TSG) und mehreren Gemeinden verschiedene Bauprojekte für die Erschließung des ländlichen Raums mit Breitband. Aus den verstärkt geforderten Smart-Meter-Systemlösungen soll sich ein enormes Potential im Dienstleistungsgeschäft für die ODR entwickeln.
Die Umsatzerlöse der EnBW ODR stiegen um 8,2 Prozent auf 459,8 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch steigende Strompreise aufgrund gestiegener Beschaffungskosten und die EEG-Umlage verursacht. Die Erlöse aus dem Gas- und dem Dienstleistungsgeschäft wurden nur leicht gesteigert. Das operative Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 6,5 Mio. Euro und verminderte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 22,2 Mio. Euro (Vorjahr: 28,7 Mio. Euro).
Frank Hose berichtete über die Unternehmensstrategie der ODR, die vor dem Hintergrund der Energiewende überarbeitet und teilweise neu ausgerichtet wurde. Die strategischen Stoßrichtungen sind: Ausbau erneuerbarer Erzeugung mit Fokus auf Windkraft, Sicherung von Infrastruktur und Konzessionen sowie der Ausbau intelligenter Netze, Speicher- und Steuerungssysteme.
Die Zahl der Kunden im Bereich Strom und Gas wurde trotz intensivem Wettbewerb und den notwendigen Preismaßnahmen bei leichten Kundenverlusten nahezu stabil gehalten. Die gesamte Stromabgabe reduzierte sich um 2,9 Prozent auf 2481 Mio. kWh. Im Segment Industriekunden ging der Stromabsatz der ODR um 1,9 Prozent auf 1177 Mio. kWh zurück. Gründe für den erhöhten Gasabsatz bei den Industriekunden um 50 Mio. kWh (10,7 Prozent) sind eine erfolgreiche Neukundenakquisition sowie die Steigerung der Wirtschafts- und Produktionsleistung. Im Privatkundenbereich wurde aufgrund von Kundenverlusten und der milden Witterung im Winter 17,7 Prozent weniger Gas abgesetzt.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 193 Trafostationen errichtet. und rund 325 Kilometer Mittel- und Niederspannungskabel zugebaut. Derzeit sei die ODR im gesamten Netzgebiet unterwegs, um Grundstücke für den Bau von Windkraftanlagen zu sichern, sagte Hose. Die Ausbildungsquote liege mit 17,7 Prozent überdurchschnittlich hoch. Hervorzuheben seien die Ausbildungskooperationen mit Alfing und verschiedenen Stadtwerken.
Wie in den Vorjahren erhalten die rund 200 Kleinaktionäre eine Garantiedividende in Höhe von 3,39 Euro je Stückaktie. Mit der Konzernmutter EnBW besteht dagegen ein Ergebnisabführungsvertrag.

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