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Oberkochen
Oberkochen. Wie Carl Zeiss-Sprecher Jörg Nitschke dieser Zeitung bestätigte, sind beide Unternehmen seit langem Kooperationspartner und führen weitergehende Gespräche. Optronik beschäftigt weltweit 800 Mitarbeiter, davon 300 in Oberkochen und in Südafrika sowie 70 in Wetzlar. Deren Stellen sollen nicht gefährdet sein. Der Jahresumsatz beträgt 160 Millionen Euro. Die Carl Zeiss AG mit einem Jahresumsatz von zuletzt 4,24 Milliarden Euro hat ihre Schwerpunkte in der Halbleitertechnik, Medizintechnik, Mikroskopie, Industriellen Messtechnik und Augenoptik. Auch die Zeiss-Sicherheitsoptik hat international einen hervorragenden Ruf. Der Ausstieg macht betriebswirtschaftlich Sinn, weil in einem hart umkämpften Markt bei sinkenden Militärbudgets die Vertriebskosten für Zeiss enorm steigen. Zeiss liefert z. B. Nachtsicht- und Wärmebildegeräte, Visiere, militärische Laser, Sensoren und optische Systeme, etwa für den Kampfpanzer Leopard, außerdem Sehrohre für U-Boote oder Spezialoptik für Satelliten. Cassidian-Chef Stefan Zoller sieht laut FTD in der Zeiss-Optronics „eine sehr gute Ergänzung unserer Angebotspalette“ in den Feldern Sicherheit, Überwachung und Aufklärung – und damit außerhalb des Rüstungsgeschäftes mit schweren Waffen. Cassidian (Jahresumsatz 5,8 Mrd. Euro) hat derzeit einen Milliardenauftrag zur Sicherung der Grenze von Saudi Arabien. Dabei könnte die Zeiss-Technik mit Wärmebildsensoren zur Anwendung kommen. |