|
Aalen
Aalen. „Mehr als zufrieden“ sind IG-Metall-Bevollmächtigter Josef Mischko und Rief über den Tarifabschluss, der am vergangenen Dienstag in Sindelfingen nach sieben Stunden zähem Ringen in der dritten Gesprächsrunde schließlich unterzeichnet worden ist. „Die vier Prozent Lohnerhöhung wirken in der Fläche und nicht nur bei größeren Betrieben“, betont Rief. Ausgangs der Verhandlungen stand ein Arbeitgeberangebot von 1,3 Prozent mehr Lohn. Wegfallen sollten Samstagszuschläge und die Auslöse für die Zonen 1 bis 3. Stolz sind beide auch darauf, dass es gelungen ist, Azubis eine zwölfmonatige Übernahmegarantie zu erstreiten. „Das schafft jungen Leuten eine Perspektive“, sagt Mischko. Zudem wird die Ausbildungsvergütung angehoben. Und zwar um jeweils 55 Euro monatlich im ersten und zweiten Lehrjahr, um 70 Euro monatlich im dritten Lehrjahr und um 80 Euro monatlich im vierten Lehrjahr. Damit verdient ein Azubi im Elektrohandwerk im ersten Lehrjahr künftig 565 Euro und im vierten 780 Euro. Besser gestellt bleiben Elektriker in der Industrie. Dort gibt es 832 Euro bereits im ersten und 1014 Euro im letzten Lehrjahr. Diese Diskrepanz, die es erschwere im Handwerk genug Azubis zu finden, und Streiks hätten die Arbeitgeber zum Einlenken gebracht. „Als nächstes wäre die Ostalb in den Arbeitskampf gegangen“, sagt Mischko. Bringe nun die Landesregierung noch das Tarif-Treue-Gesetz durch, könne man rundum zufrieden sein, meint Mischko. |