Wer wo in den Beruf startet

Ausbildungsverträge Im Handwerk etwas weniger Berufseinsteiger auf der Ostalb als im Vorjahr, in Industrie und Handel mehr.
  • Neulinge im Berufsleben: Auszubildende in der überbetrieblichen Ausbildung in der Lehrwerkstatt des neuen IHK-Bildungszentrums in Aalen. Foto: IHK

Aalen/Heidenheim

Mit dem Beginn des Ausbildungsjahres starten zahlreiche junge Menschen ins Berufsleben: 1721 Ausbildungsverträge haben die Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung laut IHK Ostwürttemberg geschlossen. Die Handwerkskammer Ulm vermeldet gleichzeitig 522 neu abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse im Ostalbkreis und 184 neue Handwerker-Azubis im Kreis Heidenheim.

Die Zahlen entwickeln sich dabei im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich: Während die Zahl der Azubis im Handwerk im Kreis Heidenheim um 13,6 Prozent zunimmt, sinkt sie im Ostalbkreis um 2,2 Prozent. „Es wird davon ausgegangen, dass bis zum Jahresende noch viele offene Stellen besetzt werden und damit die Zahl auch im Ostalbkreis noch verbessert werden kann“, teilt die Handwerkskammer mit.

Im gesamten Gebiet der Handwerkskammer zwischen Ostalb und Bodensee nahm die Zahl der Neu-Azubis zum fünften Mal in Folge zu und liegt nun bei 2736.

Die zwei am stärksten wachsenden Gruppen seien Abiturienten, die knapp 15 Prozent der Ausbildungsanfänger im Handwerk ausmachen, und Flüchtlinge mit 7,7 Prozent. Insbesondere in den Bereichen Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung und Klima, außerdem Elektro sowie Nahrungsmittel seien aber noch viele Stellen frei.

Nach jahrelangen Rückgängen begleitet uns dieser positive Trend nun im zweiten Jahr in Folge.

Michaela Eberle
IHK-Hauptgeschäftsführerin

Zuwächse in beiden Landkreisen verzeichnet die IHK, die Ausbildungsverhältnisse im gewerblichen und kaufmännischen Bereich betreut: Mit 1721 bei der IHK Ostwürttemberg neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen beginnt das Ausbildungsjahr mit einem Plus von 4,4 Prozent, also 73 mehr Ausbildungsverträgen als im Vorjahr. „Nach jahrelangen Rückgängen begleitet uns dieser positive Trend nun im zweiten Jahr in Folge“, freut sich IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle.

Ostwürttemberg liegt damit weit über dem landesweiten Durchschnitts-Plus von 0,3 Prozent. Der Landkreis Heidenheim legte bei den neueingetragenen Ausbildungsverträgen um 6,4 Prozent auf 463 zu, der Ostalbkreis mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 1.258. Über alle Wirtschaftsbereiche betrachtet, sei der Lehrstellenzuwachs relativ einheitlich. Ein kleiner Ausschlag nach oben sei bei den Metallberufen festzustellen, die insgesamt 34 Ausbildungsverträge (plus 5,8 Prozent) mehr verzeichnen konnten.

Die Hotel- und Gaststättenberufe lägen hingegen mit 61 Verträgen wieder auf dem noch immer zu schwachen Vorjahresniveau. Dies habe zur Folge, dass in der Branche aktuell der größte Fachkräftemangel beklagt werde, so die IHK. Gleiches sei im Handel festzustellen. Zwar sei in der Branche die Zahl der neuen Auszubildenden konstant. Dies reiche jedoch nicht aus, alle freien Ausbildungsplätze zu besetzen.

© Wirtschaft Regional 31.08.2018 15:20
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