In der Region knapp 8000 Arbeitslose

Statistik August-Quote so gering wie seit 27 Jahren nicht mehr – Sommerflaute aber gravierender als im Rest des Landes.

Aalen. 7972 Menschen waren im August in Ostwürttemberg arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 3,2 Prozent. Laut Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur Aalen, gab es in einem August seit mehr als 27 Jahren keine derart geringe Arbeitslosenzahl in der Region.

Wie immer im Ferienmonat August macht sich am Arbeitsmarkt die Sommerflaute bemerkbar. So stieg die Arbeitslosenzahl in Ostwürttemberg saisonbedingt um 677 an – im Ostalbkreis von 4653 auf 5.128 (Quote: 2,9 Prozent), im Kreis Heidenheim von 2642 auf 2844 (3,9 Prozent). Im Geschäftsstellenbezirk Aalen lagt die Quote bei 2,8 Prozent, in Schwäbisch Gmünd bei 3,4 Prozent, in Bopfingen bei 3,0 Prozent und in Ellwangen bei 1,8 Prozent.

Allerdings fällt die übliche August-Flaute in Ostwürttemberg diesmal besonders gravierend aus: „Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen fiel mit 9,3 Prozent sowohl im Vergleich zu Baden-Württemberg, als auch zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre stärker aus als erwartet“, so die Arbeitsagentur.

Die Hauptursachen für diesen Anstieg seien indes die gleichen wie immer, so Zillert: Beendigung von Ausbildung und Studium ohne direkte Anschlussverträge, auslaufende Zeitverträge und „ein in der Urlaubszeit verhaltenes Einstellungsverhalten der Betriebe“. Letzteres spiegle sich auch in den rückläufigen Zahlen der neu zur Besetzung gemeldeten Arbeitsstellen wider. „Mit 1100 neu gemeldeten Stellen liegen wir im Berichtsmonat in der Region um 11,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. BadenWürttemberg hat im Vergleich zum August des Vorjahres nur einen Rückgang von 7,4 Prozent zu verzeichnen“, teilt die Arbeitsagentur mit. Zugenommen hat die Zahl der gemeldeten Stellen im Vergleich zu den Arbeitslosen lediglich in den Bereichen Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung. Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen erhöhte sich um 150 auf 2150 Menschen, was einem Anstieg um 7,8 Prozent gegenüber Juli entspricht. Bedingt sei dies durch die Situation im Bereich Flucht und Asyl, so die Arbeitsagentur.

„Da die fundamentalen Daten des Marktes stimmen und die Auftragsbücher der Unternehmen in unserer Region gut gefüllt sind, gehen wir in den kommenden Monaten wieder von einer deutlichen Reduzierung der Arbeitslosigkeit aus“, sagt Zillert.

© Wirtschaft Regional 30.08.2018 14:46
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