Der Sommer bremst den Arbeitsmarkt aus

Statistik Die Zahl der Arbeitslosen in der Region steigt leicht an, die Arbeitslosenquote bleibt bei 2,9 Prozent. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt: Der Aufschwung ist weiter intakt.
  • Der Vergleich der Geschäftsstellenbezirke zeigt: Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote im Raum Ellwangen. Quelle: Arbeitsagentur

Aalen

Die Zahlen lesen sich so: In der Region Ostwürttemberg waren im Juli insgesamt 7295 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 2,9 Prozent, wie die Agentur für Arbeit Aalen mitteilt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Juni um 228 Personen an. Allerdings: Diese sank sie im Vergleich zum Juli 2017 um 1330, also um starke 15,4 Prozent.

Im Ostalbkreis stieg die Zahl der arbeitslos Gemeldeten um 235 auf 4653. Dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent. Im Vorjahr waren im Juli aber 12,4 Prozent mehr Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote im Ostalbkreis stieg saisonbedingt um 0,2 Prozentpunkte und lag zum Ende des Berichtsmonats bei 2,7 Prozent.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in diesem Monat lag fast ausschließlich an der Gruppe der unter 25-Jährigen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Juni um 230 Personen auf 760 Arbeitslose an. Im Vorjahr waren jedoch mit 859 Personen zum gleichen Zeitpunkt 9,4 Prozent mehr Jugendliche in Ostwürttemberg arbeitslos gemeldet. „Diese Entwicklung ist typisch für einen Juli“, so die Arbeitsagentur: In diesem Monat endeten sehr viele Ausbildungsverhältnisse.

Die gut qualifizierten Ausbildungsabsolventen werden dringend gebraucht.

Elmar Zillert
Arbeitsagentur-Chef

Der Übergang von einer Ausbildung ins Erwerbsleben klappe nicht immer nahtlos. Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur in Aalen, gibt sich zuversichtlich. „Wir haben in nahezu allen Bereichen einen Mangel an Fachkräften. Die gut qualifizierten Ausbildungsabsolventen werden dringend gebraucht. Aus diesem Grund bin ich davon überzeugt, dass die Firmen der Region die gut ausgebildeten neuen Fachkräfte, die kein Studium beziehungsweise Weiterqualifizierung anstreben, schon sehr bald aufnehmen werden.“

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich im vergangenen Monat um 66 auf 2191 verringerte. Der Rückgang dieser Personengruppe fiel mit 2,9 Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie im Land.

© Wirtschaft Regional 31.07.2018 15:08
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