SHW AG kassiert Umsatzziel

Bilanz Der Autozulieferer wird weniger umsetzen als geplant. Der Gewinn fällt niedriger aus - was auch am Chefwechsel liegt.

Aalen. Nur wenige Wochen nach Frank Boshoffs Abgang als Vorstandschef der SHW AG wird klar, dass der Autozulieferer seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr anpassen muss. Was in diesem Falle bedeutet: Die SHW AG wird 2018 weniger Umsatz erwirtschaften als geplant. Das Unternehmen schreibt in einer Mitteilung, dass „aufgrund der schwächeren Nachfrage nach Dieselfahrzeugen, der Umstellung auf den neuen Abgastestzyklus WLTP sowie der flacheren Anlaufkurve bei verschiedenen Projekten“ die Erlöse 420 bis 440 Millionen Euro betragen werden. Zuvor waren die Aalener von 450 bis 470 Millionen Euro ausgegangen.

Zudem rechnet die AG mit weniger Gewinn: Er soll zwischen 37,8 und 44 (statt 49,5 bis 56,4) Millionen Euro liegen. SHW begründet diesen Rückgang damit, dass die Risikovorsorge für Rechtsstreitigkeiten erhöht sowie Wertberichtigungen erfasst worden seien. Das operative Ergebnis des ersten Halbjahres sei „durch Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Wechsel des Vorstandsvorsitzenden beeinflusst“. Erst vor einigen Wochen hatte Wolfgang Plasser Frank Boshoff an der Spitze abgelöst. SHW beziffert die Einmalaufwendungen auf 7,6 Millionen Euro. Ansonsten sei die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr „planmäßig“ verlaufen.

© Wirtschaft Regional 10.07.2018 17:52
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