Handwerk kritisiert EU-Richtlinie

Datenschutz Kreishandwerkerschaft Ostalb fordert ein Nachjustieren, um Bürokratie zu vermeiden.

Aalen. Die Kreishandwerkerschaft Ostalb kritisiert die Ende Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung. Sie bringe weitere bürokratische Hürden für Handwerksbetriebe, so der Verband. „Dass mit personenbezogenen Daten sachgerecht umgegangen wird, ist natürlich ein legitimes Recht der Bürger“, sagt Kreishandwerksmeisterin Katja Maier und fügt hinzu: „Die Umsetzung sollte jedoch praktikabel und sachgerecht sein“ Die Politik müsse die Verordnung nun nachjustieren, um den Aufwand für kleine Unternehmen im Rahmen zu halten.

Die Kreishandwerkerschaft hat im Mai ein Infoseminar zur neuen Verordnung angeboten: „Der Abend zeigte, dass die Verunsicherung bei den Betrieben groß ist“, stellt Katja Maier fest. Der Referent habe klargestellt, dass drakonische Strafen für kleine Unternehmen nicht zu erwarten seien. Bußgelder von 20 Millionen und mehr seien vielmehr angedacht, um global agierende Konzerne angemessen sanktionieren zu können.

Dennoch solle das Handwerk das Thema ernst nehmen, so die Kreishandwerkerschaft. Sie hat deshalb für ihre Mitgliedsbetriebe mehrere eintägige Workshops aufgelegt. In diesen werden die Teilnehmer so weit geschult, dass sie die Anforderungen, die an kleinere Unternehmen gestellt werden, erfüllen können.

© Wirtschaft Regional 03.07.2018 21:13
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