Ivoclar Vivadent investiert 29 Millionen Euro in Ellwangen

Neubauvorhaben Der Dentaltechniker baut ein globales Distributionszentrum. Bis zum Jahr 2023 sollen 40 neue Arbeitsplätze entstehen.
  • Der Standort von Ivoclar Vivadent in Ellwangen. Foto: Ivoclar Vivadent

Ellwangen

Am Montag war es soweit: Der Ortschaftsrat Röhlingen machte den Weg frei für ein neuerliches Bauvorhaben im Gewerbe- und Industriegebiet Neunheim/Neunstadt. Der Dentaltechniker Ivoclar Vivadent will seinen bestehenden Standort um ein globales Distributionszentrum erweitern. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich nach Angaben des Unternehmens auf rund 29 Millionen Euro. Bis 2023 sollen am Standort dadurch bis zu 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Unternehmen mit Sitz in Schaan/Liechtenstein findet laut eigener Aussage am Standort seiner deutschen Niederlassung in Ellwangen „optimale Bedingungen für den Bau des globalen Distributionszentrums“ vor.

Von hieraus sollen künftig alle Niederlassungen der Unternehmensgruppe sowie Vertriebspartner und Kunden auf der ganzen Welt beliefert werden. Das Distributionszentrum soll nach neuesten Standards gebaut werden und den hohen Anforderungen an eine anpassungsfähige Logistik genügen.

Mit diesen Planungen wertet Ivoclar Vivadent den Standort in Ellwangen erheblich auf. Zwischen 2020 und 2023 sollen hier bis zu 40 neue Arbeitsplätze in der Logistik entstehen. Derzeit durchläuft das Projekt die behördlichen Freigaben. „Danach soll die Bautätigkeit schnellstmöglich aufgenommen werden“, so die Firma weiter. Die Inbetriebnahme des neuen Distributionszentrums ist für das zweite Halbjahr 2020 vorgesehen.

Ivoclar Vivadent mit Hauptsitz in Schaan, Liechtenstein, gehört eigenen Angaben zufolge weltweit zu den führenden Anbietern Materialsysteme für dentale Anwendungen. Das Unternehmen mit Niederlassungen in 25 Ländern beschäftigt weltweit 3600 Menschen, davon mehr als 200 in Ellwangen.

Wir finden hier optimale Bedingungen für den Bau vor.

Ivoclar Vivadent begründet die
Entscheidung für Ellwangen.

Bereits vor einigen Monaten hatte die Unternehmensführung die Stadtverwaltung kontaktiert und über ihre Pläne informiert. Eine „gute Sache“, nannte Ellwangens Bürgermeister Volker Grab im Januar die geplante Erweiterung. Im Anschluss hatte die Verwaltung ein Bebauungsplanverfahren angestrebt, um die Voraussetzungen für den Neubau zu schaffen.

Mit der Entscheidung von Ivoclar für den Standort Ellwangen entwickelt sich auch das Industrie- und Gewerbegebiet Neunheim/Neunstadt weiter prächtig. Das größte zusammenhängende Gebiet seiner Art in Ostwürttemberg war erst vor kurzem erweitert worden, etwa um die Vergrößerung des Standorts von Stahlhändler Kicherer zu ermöglichen. Ivoclar Vivadent war übrigens das erste Unternehmen, das im Jahr 1969 im damals neuen Industriegebiet gebaut hatte.

Die heutige Ivoclar Vivadent GmbH wurde 1954 als Keramoplast GmbH gegründet. Aus kleinsten Anfängen mit dem Vertrieb von Zähnen hat sich das Unternehmen zu einem mittelständischen Dentalunternehmen entwickelt. Von hier aus werden laut Unternehmen die gesamten Vertriebs- und Marketingaktivitäten für den deutschen Dentalmarkt verantwortet.

© Wirtschaft Regional 25.04.2018 16:07
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