Ein Bekenntnis zum Standort Lorch

Neubau Spatenstich für ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude beim Gasdruckfederhersteller Bansbach easylift GmbH. Größte Investition in der fast 100-jährigen Firmengeschichte.
  • Aufmerksam beobachtete die Belegschaft die „Spatenstecher“ (v.l.): Achim Waibel, Hubert Krieg (beide Stadt Lorch), Annemarie Bansbach, Silke Bansbach, Edgar Hahn-Bansbach, Anna Bansbach, Andrea Simmerlein und Marc Nachtrieb (beide P.u.R.). Foto: jps
  • So wird die neue Bansbach-Halle einmal aussehen. Foto: P.u.R.

Eindrucksvoller kann man sicher nicht dokumentieren, wie ein ebenso vorbildliches wie erfolgreiches schwäbisches Familienunternehmen und seine Inhaber Standortreue „leben“: Gemeinsam umfassten am Freitagvormittag Annemarie Bansbach, die Tochter des Firmengründers Hermann Bansbach sen., ihre Tochter Silke Bansbach, ihr Schwiegersohn Edgar Hahn-Bansbach und ihre Enkelin Anna Bansbach fest einen Spaten und stachen kräftig Erde hoch – die Belegschaft stand Spalier und spendete begeistert Beifall zum Baustart eines neuen Produktions- und Bürogebäudes des Gasdruckfederherstellers Bansbach easylift GmbH.

In den letzten Wochen hatten fleißige Hände und Bagger die alte Halle der früheren Möbelfabrik Rösch abgerissen, um Platz für den Bansbach-Neubau zu machen. „Es ist die größte Investition in unserer fast 100-jährigen Firmengeschichte“, erklärte Geschäftsführer Edgar Hahn-Bansbach bei der Begrüßung, „und die ist notwendig, weil die vorhandenen Fertigungshallen in der Barbarossa-Straße aufgrund unseres stabilen Wachstums in den vergangenen Jahren in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichen.“ Die nach neun Jahren erneute Vergrößerung der Produktion sei auch ein „klares Bekenntnis zum Fertigungsstandort Lorch und eine Anerkennung für die Leistung jedes einzelnen Mitarbeitern, schließlich werden alle unsere Produkte, die weltweit ihren Absatz finden, in Lorch hergestellt“. Anna Bansbach, Geschäftsführerin in vierter Generation, versicherte, „dass dies auch auf lange Sicht so bleiben wird, denn nur so können unsere Ansprüche und die unserer Kunden an Flexibilität und Qualität erfüllt werden.“

Edgar Hahn-Bansbach dankte Achim Waibel vom Lorcher Bauamt und Kämmerer Hubert Krieg für „die rasche Abwicklung der Genehmigungen“. Er bedauerte aber, „dass Bürgermeister Bühler auf die Einladung zum Spatenstich des größten Arbeitgebers der Stadt nicht reagiert hat“. Ein besonderes Lob hatte Edgar Hahn-Bansbach für die Vertreter der planenden P.u.R. Architekten GmbH aus Remshalden, Andrea Simmerlein, Marc Nachtrieb, Michael Haaf und Karl-Heinz Payr, parat: „Alles lief bislang perfekt, wir liegen voll im Zeitplan, deshalb bin ich sicher, dass wir in einem Jahr das Einweihungsfest feiern.“ Annemarie Bansbach dankte den Mitarbeitern für deren Engagement und betonte stolz: „Ich bin sehr glücklich, wie meine Tochter, mein Schwiegersohn und meine Enkelin das Werk meines Vaters fortsetzen!“

Wir produzieren alles am Standort Lorch.

Edgar Hahn-Bansbach, Inhaber

Die neue zweistöckige Halle für die Produktion und Montage von Premium-Gasdruckfedern inklusive Verwaltungsgebäude wird auf einer Fläche von 5.850 Quadratmetern 64 Meter lang, 35 Meter breit und 11,5 Meter hoch. Die Fertigungsfläche auf zwei Ebenen je 2.100 Quadratmeter groß. Die Bürofläche für Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung beläuft sich auf 1.300 Quadratmeter, 350 Quadratmeter Fläche sind für Sozial- und Nebenräume geplant. Die lichtdurchflutete Halle ermöglicht optimale Arbeitsprozesse. Die Investitionssumme nur für den Bau bezifferte Edgar Hahn-Bansbach auf 6,5 Millionen Euro, dazu kommen rund drei Millionen Euro für Maschinen- und Anlagen.

Die Bansbach easylift GmbH wurde 1919 von Hermann Bansbach sen. in Cannstatt gegründet. Vor 60 Jahren erfolgte der Umzug nach Lorch. Das Unternehmen ist heute ein weltweit führender Hersteller von innovativen Gasdruckfedern für Kunden aus der Luftfahrt, der Möbelindustrie und der Medizintechnik. Die Bansbach easylift GmbH und das Schwesterunternehmen Drohmann easycut beschäftigen in Lorch zusammen knapp 400 Mitarbeiter und in ausländischen Vertriebs- und Servicegesellschaften weitere 200.

© Wirtschaft Regional 13.04.2018 19:45
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