Das „Industriecamp“ soll die Wissensregion stärken

Veranstaltung Zum zweiten Mal treffen sich Forscher und Entwickler aus der Region an der Hochschule Aalen zu einem Austausch der besonderen Art.
  • Im Juni 2017 fand erstmals das Industriecamp statt. Es richtete sich insbesondere an Fachleute aus Forschung und Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie. Archivfoto: Peter Kruppa

Aalen

Am 8. Mai ist es wieder soweit – das „Industriecamp“ an der Hochschule Aalen geht in eine neue Runde. Dabei dreht sich alles um die Verknüpfung der Fachleute aus Forschung und Entwicklung in der Region Ostwürttemberg. Im Mittelpunkt stehen der unkomplizierte Austausch und das gemeinsame Weiterentwickeln von Ideen. Initiiert wurde das neue Format von der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, der IHK Ostwürttemberg, der Hochschule Aalen sowie dem Förderverein der Hochschule Aalen.

„Das Besondere am Industriecamp ist das innovative Veranstaltungsformat. Es passt gut zu den Unternehmen in Ostwürttemberg und deren Zukunftsfähigkeit“, sagt Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg, und fügt hinzu: „Wir haben viele kluge Köpfe in der Region. Die Veranstaltung ermöglicht ihnen die unkomplizierte Form der Vernetzung“. Das Format soll dabei dem interdisziplinären Erfahrungsaustausch, als Pitch-Bühne für Industriekooperationen, Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Teilnehmer sowie der Arbeit an gemeinsamen Themen in kleinen Gruppen dienen. Wichtig ist den Organisatoren: Es soll kein Fachkongress im herkömmlichen Sinne sein. Das Branchentreffen lehnt sich vielmehr an das Konzept eines „BarCamps“ an, einer sich weitgehend selbst organisierenden „Mitmach-Konferenz“. Es richtet sich an alle Interessierten aus Industrie und Hochschule, Unternehmer, Führungskräfte, Forscher sowie Entwickler, Wissenschaftler und Studierende.

Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr Innovationen in der Elektroindustrie, Leichtbau und intelligente Produktionstechnologien, die Digitalisierung in der Industrie sowie Lebens- und Arbeitswelten mit Zukunft. Beiträge dazu sind vom Kooperationsnetzwerk „SmartPro“ geplant, in dem vier zukunftsträchtige Anwendungsfelder anwendungsnah erforscht werden: Energiewandler und -speicher für E-Mobilität, hybridem Leichtbau und Additive Fertigung für Industrie 4.0. Fragestellungen und erste Forschungsergebnisse aus dem seit 2017 mit fünf Millionen Euro vom BMBF geförderten Projekt der Hochschule lassen Einblicke und Diskussionen zu smarten Magnet- und Batteriematerialien, Magnetantrieben und Batterietechnologien, Multimaterialsystemen und Materialanalyse mittels Machine Learning sowie zu 3D-Druck mit Funktionsintegration erwarten.

Das Format passt gut zu unserer Region.

Michaela Eberle
IHK-Hauptgeschäftsführerin

„Die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen, die die Lebensqualität von Menschen verbessern und den Ressourceneinsatz schonen, erfordert verschiedene Blickwinkel“, erläutert Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen. „Dafür brauchen wir auch einen intensiven Austausch und die Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft.“

Partner Die Veranstaltung wird gemeinsam von sieben Partnern aus der Region organisiert: von Südwestmetall, der IHK Ostwürttemberg, dem Unternehmen Madiko, der DHBW Heidenheim sowie der Hochschule Aalen mit dem BMBF-geförderten Projekt „SmartPro“ und dem Förderverein der Hochschule Aalen.

© Wirtschaft Regional 12.04.2018 18:53
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