Varta mit Rekordergebnis

Bilanz Umsatz rauf, Gewinn auch: Nach dem Börsengang legt Varta nun Bilanzzahlen vor. Das Unternehmen wächst – und will das Tempo erhöhen.
  • Varta-Standort in Ellwangen: Der Börsengang hat die AG laut Bilanz 2017 rund 6,1 Millionen Euro gekostet – ermöglicht aber Einnahmen für massive Investitionen, auch in Ellwangen. Foto: arc

Ellwangen

Es ist das erste Mal, dass die Varta AG als börsennotiertes Unternehmen ihre Bilanzzahlen veröffentlich. Und zur Premiere am Dienstag gab es richtig gute: Wie der Hersteller von Mikrobatterien und Marktführer im Bereich Hörgerätebatterien mitteilt, ist der Umsatz um knapp 13 Prozent auf 242,2 Millionen Euro gestiegen. Noch erfreulicher hingegen: Unterm Strich steht ein operatives Ergebnis (Ebit) von auf 23,6 Millionen Euro gestiegen – ein Plus von satten 59 Prozent. Varta hat damit das schon ohnehin erfolgreiche Vorjahr übertroffen.

„Es gibt weiterhin eine sehr hohe Nachfrage nach unseren Produkten“, erklärt Vorstandschef Herbert Schein die Zahlen. „Die erfreuliche Entwicklung resultiert in der konsequenten Fortführung unserer Wachstumsstrategie.“ Der Varta sei es gelungen, in den wichtigen Marktsegmenten der Geschäftsbereiche „durch technologischen Vorsprung eine führende Marktposition einzunehmen“.

Die Zahlen sorgen auch bei Vorstandsmitglied Dr. Michael Pistauer für gute Laune. „Wir sehen uns auch nach dem erfolgreichen Börsengang auf einem insgesamt sehr guten Weg.“ Durch die Mittel aus dem Börsengang investiere Varta in die Kapazitäten und damit in weiteres Wachstum. „Unsere Strategie und Struktur ist auf ein ergebnisstarkes Wachstum getrimmt“, so Pistauer weiter. Das sei dem Unternehmen gut gelungen.

Das gute Ergebnis und die finanziellen Reserven aus dem Börsengang sorgen dafür, dass Varta ausreichend Geld für die weitere Expansion hat. Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei 70 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter stieg an den Standorten weltweit um genau 100.

Im vergangenen Jahr ist Varta in beiden Unternehmenssegmenten weiter gewachsen. Der Großteil entfällt dabei auf den Bereich Mikrobatterien, mit dem Varta rund 204 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Plus von 15 Prozent resultiert aus der steigenden Nachfrage nach Hörgerätebatterien sowie Lithium-Ionen-Batterien. Im Segment Power & Energy, also etwa Energiespeicher, stiegen die Erlöse um neun Prozent auf 37,7 Millionen Euro. Im laufenden Jahr will Varta vor allem in diesem Bereich weiter wachsen.

Aktuell erweitert das Ellwanger Unternehmen die Produktionskapazitäten, auch um der weiter hohen Nachfrage gerecht zu werden, so das Unternehmen. Vergrößert hat das Unternehmen auch seine Führungsspitze: Seit dem 1. Februar verantwortet Steffen Munz als CFO die Finanzen des Unternehmens. Er ist optimistisch: „Wir sind sehr gut aufgestellt, um beim Umsatzwachstum in 2018 nochmals deutlich zuzulegen“, so Munz und fügt an: „Auch gehen wir davon aus, dass wir das Ergebnis aufgrund der Skalierung unseres Geschäftsmodells wieder sehr deutlich im Vergleich zum Vorjahr steigern.“

Unsere Strategie ist auf Wachstum getrimmt.

Dr. Michael Pistauer
Vorstandsmitglied Varta AG

Die Varta AG in Zahlen (Finanzkennzahlen in Euro, in Klammern Vorjahreszahlen)

  • Umsatz 242,2 Mio. (213,8)
  • EBT 26,6 Mio. (14,9)
  • Konzernergebnis 13,5 Mio. (9,4)
  • Eigenkapital 230,5 (65,3)
  • Mitarbeiter 2112 (2012)
© Wirtschaft Regional 10.04.2018 21:46
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