Arbeitsmarkt unter Volllast

Arbeitslosenzahlen Die Wirtschaft in der Region brummt weiter, das macht sich auch im Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter.
  • Spitzenreiter bleibt der Bezirk Ellwangen mit einer Arbeitslosenquote von 1,8 Prozent.

Aalen

Die Region Ostwürttemberg profitiert überproportional vom Aufschwung. Innerhalb eines Jahres ging die Zahl der Arbeitslosen um fast 16 Prozent zurück – „deutlich stärker als in Baden-Württemberg“, wie Elmar Ziller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aalen, erklärt. In Zahlen liest sich das so: Im Ostalbkreis waren im März 2018 exakt 4879 Menschen arbeitslos. Das ergibt eine Quote von 2,8 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im Februar, als noch 5019 Menschen als erwerbslos gemeldet waren.

Spitzenreiter in der Region bleibt weiter der Bezirk Ellwangen, wo die Arbeitslosenquote bei 1,8 Prozent liegt. Danach folgt der Bereich Aalen mit 2,6 Prozent, Bopfingen mit 3,1 Prozent und Schwäbisch Gmünd mit 3,2 Prozent. Das heißt nichts anderes als: Der Arbeitsmarkt läuft weiter unter Volllast. Umgekehrt bedeutet das allerdings auch, dass sich der Fachkräftemangel im Ostalbkreis zunehmend verschärft.

Allerdings kommt der Aufschwung auch bei den Landzeitarbeitslosen an, wie Zillert erklärt. Hier habe sich die positive Entwicklung auch im März fortgesetzt. „Das freut mich besonders“, so der Chef der Arbeitsagentur. Ende März waren 3084 Menschen in der gesamten Region Ostwürttemberg (inklusive Landkreis Heidenheim) länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Das sind 70 weniger als noch im Vormonat. Im Vorjahresvergleich ging ihre Zahl um 323 oder um 17,2 Prozent zurück. Zum Vergleich: In Baden-Württemberg verringerte sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen in diesem Zeitraum um 11,8 Prozent. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Ostwürttemberg sank um 62 auf 4046.

Parallel steigt die Zahl der offenen Stellen: In der Region bilanziert die Arbeitsagentur 5143 offene Arbeitsstellen. Am Ende des Berichtsmonats waren noch 3459 Arbeitsstellen zu besetzen.

Das freut mich natürlich besonders.

Elmar Zillert über den Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen

Auszubildende weiter begehrt

Auf dem Ausbildungsmarkt setzte sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Seit Beginn des Berichtsjahres, dem 1. Oktober 2017, haben sich bei der Berufsberatung 2391 Jugendliche als Bewerber um eine Ausbildungsstelle gemeldet. Dies sind 135 Bewerber oder 5,3 Prozent weniger als im Vorjahresvergleich. Im selben Zeitraum wurden der Arbeitsagentur von den Betrieben der Region 3460 freie Ausbildungsstellen gemeldet, was einem Minus von 1,8 Prozent entspricht. Damit geht die Schere zwischen den angebotenen Ausbildungsstellen und den Bewerbern weiter auseinander. Aktuell sind noch 2000 Ausbildungsplätze zu besetzen. „Das bedeutet für alle Jugendliche, die sich für eine Lehrstelle interessieren, beste Chancen auf einen beruflichen Einstieg.“ so Zillert.

Blick nach Heidenheim

Obwohl der Landkreis Heidenheim mit einer Quote von 4,0 Prozent weiter das Schlusslicht in der Region bildet, ist die dortige Entwicklung dynamischer als im Ostalbkreis. Denn: Noch vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent. Heißt: Seit März ist die Zahl der Erwerbslosen um genau 700 auf 2914 gesunken.

© Wirtschaft Regional 30.03.2018 18:14
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