Ist nach der Fusion vor der Fusion?

Gemeinsam stärker? Die Zahl der Fusionen im genossenschaftlichen Bankensektor wächst: Gab es noch vor wenigen Jahren nur eine Handvoll Fusionen unter Genossenschaftsbanken pro Jahr in Baden-Württemberg, sorgen die immer schlechter werdenden Rahmenbedingungen für die Banken dafür, dass sich vor allem kleinere Institute immer häufiger größeren anschließen. Alleine für dieses Jahr rechnen Genossenschaftsbanker damit, dass es rund 60 Zusammenschlüsse geben wird. Im Ostalbkreis steht in näherer Zukunft allerdings keine Fusion an. Das machten die drei Vorstände der Bezirksvereinigung am Dienstag klar. „Wir brauchen in der Region Genossenschaftsbanken unterschiedlicher Größen“, so Hans-Peter Weber, Vorstandssprecher der VR-Bank Ostalb. „Die Fusion der VR-Bank Aalen mit der Volksbank Schwäbisch Gmünd war strategisch wichtig, auch um die Region vor den Fusionsbestrebungen der Volksbank Stuttgart abzuschotten.“ Zudem benötige die Region eine Genossenschaftsbank dieser Größe – auch um die regionale Wirtschaft auf ihrem Wachstumskurs zu unterstützen.

Kooperationen. Bei den Genossenschaftsbanken im Ostalbkreis herrsche zudem ein guter Zusammenhalt, so Matthias Hillenbrand, Chef der Raiffeisenbank Rosenstein, eines der kleineren Genossenschaftsinstitute im Kreis. Einige Banken kooperierten bereits auf verschiedenen Ebenen. „Wir gehen die Herausforderungen der Zukunft aktiv an. Was dann kommt, wird man sehen.“ In der Region gebe es aktuell aber keine Überlegungen für eine Fusion, so Weber, Hillenbrand und Hornung.

© Wirtschaft Regional 27.02.2018 17:39
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