Carl Zeiss Meditec AG wächst weiter

Quartalsbericht Positive Umsatzentwicklung in den ersten drei Monaten, aber Währungs-Gegenwind
  • Das Zeiss Kinevo Mikroskop (Foto: Zeiss)
Die Carl Zeiss Meditec AG hat nach den sehr starken Jahresendzahlen zum 30. September 2017 (Umsatz 1,19 Milliarden Euro, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBiT) 180,8 Millionen Euro ) auch im ersten Quartal 2017/18 ihren Wachstumstrend fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent (währungsbereinigt 9,5 ) auf 294,7 Millionen Euro . Das EBIT lag bei 38,9 Millionen Euro, die bereinigte EBIT-Marge erreichte 13,5 Prozent nach 13,4 Prozent im Vorjahr.

Jena/Oberkochen. „Wir befinden uns unverändert auf Wachstumskurs mit erfreulichen Beiträgen beider Geschäftseinheiten und aller Regionen", erklärte Dr. Ludwin Monz zufrieden. Die zielgerichteten Investitionen in die Erneuerung des Produktportfolios in den Bereichen Augenheilkunde und Mikrochirurgie und in die weltweite Präsenz hätten sich ausbezahlt, stellte der Vorstandsvorsitzende fest. Die Entwicklung entspreche durchaus den eigen Erwartungen, "doch bläst uns heftiger Währungsgegenwind entgegen", sagte Monz mit Hinweis auf die derzeit ungünstigen Währungsparitäten des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen.“

Höchste Wachstumsrate in Microsurgery

Die strategische Geschäftseinheit Ophthalmic Devices steigerte den Umsatz um 4,2 Prozent (8,2 ) auf 216,3 Millionen Euro . Zu diesem Anstieg trugen alle Bereiche bei – von Produkten der Augendiagnostik bis hin zu Lasern zur Sehschärfekorrektur sowie Intraokularlinsen für die Behandlung des Grauen Stars entwickelte sich das Geschäft weiterhin positiv. Das Umsatzwachstum der in Oberkochen angesiedelten Microsurgery lag bei 8,2 Prozent (13,4) , der Umsatz mit Operationsmikroskopen und Visualisierungslösungen erreichte 78,4 gegenüber 72,4 Millionen Euro im Vorjahr. "Nach langer Zeit sind wir in Oberkochen endlich wieder stark gewachsen, das ist wesentlich auf den Erfolg unseret Produktneuheiten zurückzuführen", freute sich Ludwin Monz.

Wachstum in Regionen stabil

In der Region Euro/Mittlerer Osten (EMEA ) verzeichnte die Carlz Zeiss Meditecc AG ein en Umsatzanstieg von 8,9 Prozent (10,8) auf 91,2 Millionen Euro . "Besonders das Geschäft in unseren Kernmärkten Deutschland und Frankreich entwickelte sich positiv", gab Ludwin Monz bekannt. Stabil zeigte sich auch die Umsatzentwicklung in der Region Americas mit einem Plus von 3,9 Prozent (11,8) auf 94,1 Millionen Euro. Erneut aufwärts ging es auch in der Region Asien/Pazifischer Raum (APAC): Der Umsatz lag mit 109,5 Millionen Euro um 3,5 Prozent (6,6) deutlich über dem Vorjahreswert von 105,8 Millionen Euro – Monz: "Der Großteil des Zuwachses kam aus dem chinesischen Markt sowie aus Südkorea und auch aus Australien".

Der Gewinn pro Aktie (EPS) belief sich auf 0,32 Euro und war gegenüber dem Vorjahreswert von 0,38 Euro leicht rückläufig. "Dies ist primär auf den Erlös aus der Veräußerung von Vermögenswerten am US-Standort Ontario zum Jahresanfang 2017 zurückzuführen, aber auch auf die nach der Kapitalerhöhung erhöhte Anzahl von Aktien", erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2017/18 setze sich die Carl Zeiss Meditec AG weiterhin das Ziel, "mindestens im gleichen Maße wie der zugrundeliegende Markt zu wachsen", blickte Ludwin Monz voraus. Die EBIT-Marge soll sich dabei innerhalb der auch mittelfristig gültigen Prognosebandbreite von 14 Prozent bis 16 Prozent auf bereinigter Basis bewegen. Der Vorstandsvorsitzende verwies in seinem Ausblick aber darauf, "dass aus den ersten Dreimonatszahlen noch kein belastbarer Trend progonostiziert werden kann!"   Winfried Hofele

© Wirtschaft Regional 12.02.2018 14:12
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