Die Wirtschaft brummt

Konjunktur Vierteljährlich fragt die IHK Ostwürttemberg die Firmen in der Region, wie denn die Geschäfte laufen. Zum Jahresauftakt fällt die Antwort eindeutig aus.
  • Die Kurve geht steil nach oben: Immer mehr Firmen bewerten ihre Geschäftslage positiv.

Heidenheim

Die jüngsten Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2018 fallen hervorragend aus: Die regionale Wirtschaft bewertet die aktuelle Lage überwiegend positiv und blickt optimistisch in die Zukunft. Sowohl die Umsätze als auch die Erträge konnten gesteigert werden, lautet das Fazit. Positiv hervorzuheben ist, dass die Digitalisierung bereits für über ein Drittel der Betreibe ein Hauptmotiv für Inlandsinvestitionen ist.

Ein weiteres erfreuliches Anzeichen der Befragungsergebnisse sind steigende Auslandsinvestitionen in der Euro-Zone. Das höchste Risiko jedoch stellt für die befragten Unternehmen der Region nach wie vor zunehmend der Fachkräftemangel dar, der sich aktuell weiter verschärft..

Die aktuelle Geschäftslage bewerten knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen in Ostwürttemberg mit „gut“. Im Landesvergleich sind dies zwar fünf Prozentpunkte weniger, jedoch ist der Anteil derer, welche die aktuelle Lage in Ostwürttemberg mit „gut“ bewerten im Vergleich zum Vorjahr um satte 15 Prozentpunkte gestiegen. Der Geschäftslageindikator ist damit annähernd doppelt so hoch als noch vor fünf Jahren.

„Mit dieser positiven Entwicklung beweist Ostwürttemberg mit seiner starken Wirtschaft aus Industrie, Handel und Dienstleistung einmal mehr, dass es zum attraktiven Arbeits- und Lebensstandort mit Strahlkraft geworden ist“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle fest. 40 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Lage zudem mit „befriedigend“ und lediglich zwei Prozent schätzen ihre aktuelle Lage als „schlecht“ ein. Erfreulich ist, dass dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozentpunkte gesunken ist. Die sonst eher vorsichtigen Ostwürttemberger blicken positiver als der Landesdurchschnitt in die Zukunft.

Die Ertragslage wird positiver gesehen

So erwarten über 60 Prozent der Befragten, dass sich ihre Geschäfte noch weiter verbessern werden. Nur sechs Prozent gehen von schlechteren Geschäften aus. Über die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern konnten. Auch die Ertragslage wird positiver bewertet. Und: Fast 50 Prozent erwarten steigende Exporte.

Weitere gute Nachricht: Mehr als ein Viertel der Betriebe rechnet mit steigenden Beschäftigtenzahlen vor Ort in den nächsten zwölf Monaten. Allerdings stellt der Fachkräftemangel für die meisten Unternehmen nach wie vor das größte Risiko dar. Risiko Nummer zwei sind die Arbeitskosten, gefolgt von den Energie- und Rohstoffpreisen auf Platz drei. Bei den Investitionen im Ausland planen 23 Prozent der Befragten, diese im Jahr 2018 zu erhöhen.

Hintergrund Die IHK befragt vierteljährlich mehrere hundert Unternehmen aller Branchen und Größenklassen in Ostwürttemberg zur aktuellen Lage.

© Wirtschaft Regional 31.01.2018 18:31
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