Schleich wächst weiter

Spielzeugbranche Auch im vergangenen Jahr hat der Spielzeughersteller Schleich seinen Wachstumskurs fortgesetzt. 2018 will die Firma zweistellig zulegen.
  • Der Spielzeughersteller Schleich wächst mit seinen Figuren weltweit – vor allem aber im deutschen Heimatmarkt, wo die Firma ihren Marktanteil ausgebaut hat. Foto: Schleich

Schwäbisch Gmünd

Am kommenden Mittwoch startet die Spielwarenmesse in Nürnberg. Auf der wird auch der Schwäbisch Gmünder Spielzeughersteller Schleich vertreten sein – und das mit neuen Rekordzahlen. Denn wie das Unternehmen mit Sitz in Herlikofen bekannt gegeben hat, hat der Spielzeughersteller im vergangenen Jahr erneut einen Spitzenumsatz erwirtschaftet: Die Erlöse stiegen um neun Prozent auf nunmehr 156 Millionen Euro. Laut Schleich sei das vergangene Geschäftsjahr „ein voller Erfolg“ gewesen, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Mit dem neuen Rekordumsatz habe man zudem seinen Marktanteil im deutschen Spielwarenmarkt von 2,5 Prozent auf 2,9 Prozent gesteigert. Damit belegt das Unternehmen im Ranking der deutschen Spielwarenhersteller den siebten Platz. Zum Vergleich: Als größter deutscher Spielzeughersteller gilt die Simba-Dickie-Gruppe mit einem Umsatz von mehr als 640 Millionen Euro. Zum Gewinn machte Schleich keine Angaben. Das Unternehmen, das inzwischen dem französischen Investor Ardian gehört, gilt aber gemeinhin als sehr rentabel.

Den höchsten Umsatz unter den Produktlinien, so Schleich weiter, habe im vergangenen Jahr die Reihe „Horse Club“, eine Pferdespielzeuglinie, erzielt. Noch stärker fiel das Wachstum beim Umsatz beim sogenannten „Abverkauf an den Konsumenten“ aus, heißt: bei den Erlösen, die Handelspartner wie Einzel- oder Online-Händler mit Schleich-Produkten erzielen. Dort lag das Umsatzplus laut Schleich bei 18 Prozent. Ein entscheidender Wachstumstreiber im abgelaufenen Geschäftsjahr sei vor allem „der kontinuierliche Ausbau der einzelnen Markenwelten um weitere Figuren und neue Spielsets“ gewesen, teilten die Herliköfer mit.

„Der Erfolg im vergangenen Jahr ist natürlich auch unseren strategischen Partnerschaften zu verdanken, mit denen wir neue Familien mit Kindern erreicht haben“, sagte Dirk Engehausen, CEO der Schleich-Gruppe. Zu diesen gehören unter anderem auch Kooperationen mit Verlagen und anderen Spielzeugherstellern wie Universum Kids, Schmidt Spiele, John Zelt, Falke, Punica sowie demAmeet Verlag, der Friedrich Oetinger GmbH oder der Blue Ocean Entertainment AG.

Wir möchten weiteres, nachhaltiges Wachstum generieren.

Dirk Engehausen
Schleich-CEO

Mit diesen Firmen hatten die Herliköfer in der Vergangenheit teils langfristige Verträge unterschrieben. So sollen die Spielzeuge von Schleich über Hörspiele, Magazine und Storybücher oder mit Produkte wie Pop-Up-Zelten bis hin zu Sticker- und Rätselbüchern in der Wahrnehmung von Eltern und Kindern noch präsenter sein und so die Marke stärken.

„Ambitionierte Ziele“

Für das aktuelle Geschäftsjahr peilt Schleich erneutes Wachstum an. Zielsetzung sei es, den bisherigen Erfolg des Unternehmens weiter auszubauen: „Für das Jahr 2018 haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Im Abverkauf sind für alle Märkte zweistellige Wachstumsraten geplant“, erläuterte CEO Engehausen, der gemeinsam mit Erich Schefold (Finanzen) und Dr. Claus-Otto Zacharias (Organisation) die Geschäftsführung bildet. „Wir möchten mit unseren Maßnahmen unsere Position weiter stärken und damit weiteres, nachhaltiges Wachstum generieren.“

© Wirtschaft Regional 29.01.2018 19:01
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