Negative Auswirkungen vermeiden

Südwestmetall Der Arbeitgeberanteil in der Krankenversicherung sollte bei 7,3 Prozent festgeschrieben bleiben.
Aalen. Der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Jörn P. Makko, appellierte an die Parteien einer möglichen GroKo, den Arbeitgeberanteil am Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung weiter bei 7,3 % festzuschreiben. „Eine Rückkehr zu einem paritätischen Beitragssatz hätte erhebliche negative Wirkungen auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung“, warnte Makko. Nach einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) würde die durch einen paritätischen Beitragssatz ausgelöste Steigerung der Lohnnebenkosten die Arbeitslosenzahlen im Laufe der nächsten zehn Jahre um mehr als 300.000 Personen steigen lassen.

Makko betonte, dass die Finanzierung der Krankheitskosten mehrheitlich von den Arbeitgebern getragen werde: „Inklusive der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall liegt der Anteil der vom Arbeitgeber getragenen Kosten bei 11,2 Prozent.“ Beschäftigte kämen trotz Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent und Zuzahlungen zu Medikamenten und anderen Leistungen auf einen rechnerischen Gesamtbeitrag zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung von 8,7 Prozent. Makko sagte weiter: „Eine echte paritätische Finanzierung der Krankheitskosten wäre für die Arbeitnehmer also ein deutliches Minus-Geschäft.“

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© Wirtschaft Regional 12.01.2018 20:26
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